Inzidenzwert im Landkreis Oldenburg steigt auf 182,6

Ausgangsbeschränkung ab heute

Nachts soll es ruhig werden auf den Straßen, um die Corona-Infektionen einzudämmen.
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Nachts soll es ruhig werden auf den Straßen, um die Corona-Infektionen einzudämmen.

Wildeshausen – Wann hat es das in der Stadt Wildeshausen, sowie den Gemeinden Wardenburg und Großenkneten das letzte Mal gegeben? Ab jetzt gilt der Landkreis Oldenburg als Hochinzidenzkommune, sodass in den drei besonders von Corona betroffenen Gemeinden eine Ausgangsbeschränkung von 21 bis 5 Uhr herrscht.

Die Hoffnung, die dahinter steht, ist, dass die kumulative Sieben-Tage-Inzidenz, berechnet auf 100 000 Einwohner, nachhaltig gesenkt werden kann. Laut Landesgesundheitsamt beträgt der Wert mit Stand Donnerstag um 9 Uhr im Landkreis Oldenburg 182,6 und ist damit noch einmal gestiegen. Am Mittwoch lag er bei 178,8. Im Nachbarlandkreis Diepholz wurde ein Wert von 95,4 ermittelt, in der Stadt Delmenhorst von 136,7, im Landkreis Vechta von 146,3 und im Landkreis Cloppenburg von 206,8.

Weitere Maßnahmen als unerlässlich erachtet

„Trotz der Vorgaben der Niedersächsischen Corona-Verordnung und des Vorliegens von Hygienekonzepten in Schulen, Vereinen, gastronomischen Einrichtungen/Betrieben, Unternehmen, Betrieben des Einzel- und Großhandels, Alten- und Pflegeheimen und bei der Sportausübung konnte eine Verbreitung des Coronavirus SARSCoV-2 in den Gemeinden Wildeshausen, Großenkneten und Wardenburg nicht verhindert werden“, heißt es in der Begründung des Landkreises für die neue Allgemeinverfügung: „Die Entwicklung des Infektionsgeschehens im sozialen Zusammenleben ist darüber hinaus bei uneingeschränkter Aufrechterhaltung der Kontaktmöglichkeiten und trotz Einhaltung der Vorgaben Corona-Verordnung und Einhaltung der Hygienekonzepte nicht zu verlangsamen oder zu unterbrechen.“

Es sei nicht zu erwarten, dass ein Rückgang der Inzidenz ohne das Ergreifen weiterer Maßnahmen eintreten wird. Vielmehr sei damit zu rechnen, dass, ohne das Ergreifen von weiteren Maßnahmen eine neue Eskalationsstufe der Pandemiebewältigung eintreten wird.

Landkreis verspricht sich einen Erfolg der Maßnahmen

„Die umzusetzenden Maßnahmen sind nach fachlicher Risikobewertung auch zur Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems und Eindämmung der Verbreitung zwingend erforderlich und auch erfolgversprechend möglich“, heißt es vom Landkreis.

„Diese Maßnahmen tragen außerdem in besonderer Weise zum Schutz besonders vulnerabler Bevölkerungsgruppen bei. Denn gegen den SARS-CoV-2 Virus steht derzeit keine flächendeckende Impfung in ausreichender Menge bereit und es stehen keine gezielten, spezifischen und in Deutschland zugelassenen Behandlungsmethoden zur Verfügung.“ Zielsetzung sei zudem eine noch effektivere Entschleunigung und Unterbrechung der Infektionsketten. Mildere, gleich wirksame Mittel zur Erreichung dieses Zwecks seien nicht ersichtlich. Mit den angeordneten Ausgangsbeschränkungen in den Abend- und Nachtstunden werde zusätzlich zu den bestehenden Kontaktbeschränkungen eine weitere Reduzierung des Zeitkorridors für noch zulässige soziale Kontakte gesetzt. „Diese Begrenzung ist erforderlich, um die Anzahl der unterschiedlichen Kontakte weiter herabzusetzen und somit für eine möglichst effektive Unterbrechung der möglichen Ausbreitung von Neuinfektionen zu sorgen. Dies gilt insbesondere, um die Anzahl und die Intensität von privaten Treffen in den Abend- und Nachstunden zu unterbinden“, so die Kreisverwaltung.

Folgende Regelungen gelten ab dem 1. April:

Für die Großtagespflege gilt ein eingeschränkter Betrieb.

Der Betrieb von Kindertageseinrichtungen und Kinderhorten ist untersagt; ausgenommen ist die Notbetreuung in kleinen Gruppen.

Der Schulbesuch ist an allen Schulen, auch der Graf-Anton-Günther-Schule (GAG) in Oldenburg, untersagt.

Jede Person, ausgenommen die Fahrerin/der Fahrer, hat in beruflich oder privat genutzten Fahrzeugen eine medizinische Maske zu tragen, wenn haushaltsfremde Personen mitfahren.

Jeder Person wird das Verlassen des privaten Wohnbereichs in der Zeit von 21 bis um 5 Uhr des Folgetages in den Gemeinden Großenkneten, Wardenburg und der Stadt Wildeshausen untersagt. Ausnahmen hiervon gelten bei Vorliegen eines triftigen Grundes, insbesondere einer notwendigen medizinischen, psychosozialen oder veterinärmedizinischen Behandlung, der Wahrnehmung einer beruflichen Tätigkeit, des Besuchs von Gottesdiensten und ähnlicher religiöser Veranstaltungen und des Besuchs naher Angehöriger, wenn diese von Behinderung betroffen oder pflegebedürftig sind. Insbesondere Reisen innerhalb der oben genannten Gebiete und tagestouristische Ausflüge stellen keine triftigen Gründe dar.

Personen, die bei einem Antigen-Schnelltest aufgrund der sogenannten Bürgertestung positiv auf das Corona-Virus getestet wurden, haben ab Bekanntwerden des positiven Ergebnisses für einen Zeitraum von 14 Tagen, gezählt vom Tag der Entnahme des Abstrichs, eine häusliche Isolation beziehungsweise Quarantäne einzuhalten. Es ist zudem unverzüglich ein Nasen- oder Rachenabstrich (PCR-Test) zur Durchführung einer mikrobiologischen Untersuchung zur Überprüfung des Ergebnisses des jeweiligen Antigen-Schnelltests zu veranlassen.

Die Allgemeinverfügung gilt bis zum Ablauf des 18. April. Eine Zuwiderhandlung stellt eine Ordnungswidrigkeit dar, die mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro geahndet werden kann.

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