Planungen für Betriebsbesichtigungen laufen / Geestland erstmals dabei / Gymnasium steigt aus

Ausbildungsreise 4.0 kurz vor dem Start

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Planen die Ausbildungsreise: Die Schüler und Lehrer Ralf Röhl (2. von rechts) mit Helmut Rang (rechts) von der Mittelstandsvereinigung.

Wildeshausen – Im Beruflichen Gymnasium in Wildeshausen laufen die Vorbereitungen des Projekts „Schule trifft Wirtschaft 4.0 Ausbildungsreise“ auf Hochtouren. Knapp 300 Schüler können am Dienstag, 4. Juni, einen Blick in 28 Betriebe in der Kreisstadt werfen. 

Erstmals dabei sind die Putenschlachterei Geestland an der Düngstruper Straße und das Bestattungshaus Reinke an der Heemstraße. Das seien sehr spannende und interessante Unternehmen, sagt Ralf Röhl. Der Lehrer koordiniert die Planungen, lässt den Zwölftklässlern bei Vorbereitung der Veranstaltung aber viel freie Hand, denn sie sollen Erfahrungen sammeln. Dazu gehört auch, dass nicht immer alles so läuft wie gedacht: Das Gymnasium Wildeshausen wollte eigentlich zum ersten Mal mitmachen, hat sich dann aber kurzfristig dagegen entschieden.

Außer dem Gymnasium sind alle weiterbildenden Schulen in der Kreisstadt dabei. Ihre Schüler können am 4. Juni jeweils zwei Betriebe kennenlernen. Derzeit sitzt Pia von Döllen vom Beruflichen Gymnasium am Computer und ordnet die Jugendlichen den Firmen zu. Parallel dazu werden die Busrouten festgelegt, ein großes Paket mit Warnwesten ist angekommen, und Erinnerungsmails an die Teilnehmer werden vorbereitet. Eine Menge zu tun für das zwölfköpfige Projektteam, das dabei auf die japanische Kanban-Technik zurückgreift. Kurz gesagt werden dabei alle Aufgaben auf kleine Zettelchen geschrieben, die auf einer großen Wand vom „Themen-Speicher“ über „In Bearbeitung“ bis zu „Archiv“ wandern. So ist schnell ersichtlich, wo es gerade hakt.

MIT steht hinter dem Projekt

Bei der Planung stoßen die Schüler schon mal an ihre Grenzen. „Jeder findet seine Herausforderung“, sagt Aysin Önder. Die 18-jährige Vechtaerin betont aber auch: „Wir sind ein Team und helfen einander.“ Das tun die Zwölftklässler seit Mitte März jeden Mittwoch, und zwar fast den ganzen Tag. Vanessa Schulz sieht einen „echten Lernfortschritt“ bei ihr und ihren Mitschülern.

Hinter der Ausbildungsreise steht die Mittelstandsvereinigung Wildeshausen. Helmut Rang und Ingo Hermes sind mit ihren Firmen schon von Anfang an dabei. „Die Infos sollen auf Augenhöhe fließen und im besten Fall dazu führen, dass aus heutigen Schülern die Auszubildenden und Mitarbeiter von morgen werden“, sagt Hermes. „Die Erfahrung zeigt, wenn es uns gelingt, gute Leute über eine Ausbildung in der Region zu halten, haben wir gute Chancen, dass daraus langfristige Beschäftigungsverhältnisse entstehen. Auf dieser Basis werden Familien gegründet, Häuser gebaut und die Entwicklung der Region langfristig gesichert.“  

bor

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