Realschule erarbeitet Verzeichnis von Unternehmen aus Wildeshausen

„Ausbildungsreader“ gibt Orientierung

Lehrer Sebastian Sommerfeld arbeitet mit Schülern am „Ausbildungsreader“. Foto: Hühne

Wildeshausen – Jedes Jahr stellen sich Hunderte Schüler in Wildeshausen die Frage, wo sie einen passenden Praktikumsplatz finden. Und mit dem Abschluss in der Tasche suchen sie einen geeigneten Ausbildungsplatz. Bisher musste jeder allein Ausschau halten. Doch in Zukunft soll ein Infobuch, der „Ausbildungsreader“, Unterstützung geben. Erarbeitet wird er vom Profil-Wirtschaftskurs der Realschule Wildeshausen.

Die Schüler der zehnten Klasse erstellen im Rahmen ihrer Projektarbeit eine Übersicht von Praktikumsplätzen und Ausbildungsangeboten in Wildeshausen und der Umgebung. Auf jeweils einer Doppelseite können sich die Betriebe den jungen Menschen präsentieren. „Wer erwartet was?“, beschreibt Martin Wessel, Referendar an der Realschule, die Möglichkeit für die Unternehmen, ihre Wünsche an Bewerber zu formulieren.

Das Projekt, das auch von Lehrer Sebastian Sommerfeld betreut wird, nähert sich der Fertigstellung. Zunächst hatten die Profilschüler seit September selbstständig gearbeitet. Sie hatten Betriebe besucht und Informationen zusammengetragen. Derzeit visualisieren Wessel und Sommerfeld die Daten und pflegen sie in aufwendiger Kleinarbeit in das druckreife Endprodukt ein.

Die erste Ausgabe des „Readers“ wird rund 70 regionale Betriebe abbilden, die in diesem und kommendem Jahr ausbilden wollen und können. 500 bis 600 gedruckte Exemplare sollen den rund 300 Schülern der Jahrgangsstufen neun und zehn der Realschule sowie der Hauptschule und des Gymnasiums übergeben werden. Vermutlich werde auch eine frei verfügbare Version auf der Internetseite der Realschule abrufbar sein, so Sommerfeld.

Wichtig sei der Schule, den jungen Leuten eine „Anschlussorientierung“ zu geben, sagt Wessel und fährt fort: „Die Schüler sollen nicht einfach nur ihren Abschluss machen können, vielmehr wollen wir auch beim Übergang in das Berufsleben helfen.“

Das nicht-kommerzielle Schülerprojekt bekam finanzielle Hilfe von der Stiftung der Metallindustrie im Nordwesten. „Dieses Projekt ist für den Landkreis Oldenburg einzigartig“, freut sich Jan Pössel, Rektor der Realschule, über das gemeinsame Engagement von Schülern und Lehrern.  gh

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