Ehemalige Tennisplätze im Krandel abgetragen / Sandfläche schon bald bespielbar

Aufschlag zur Beachball-Anlage

Die Rasenfläche wird gelöchert und mit Sand verfüllt, damit das Gras besser wachsen kann.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Im Wildeshauser Krandel entsteht in diesen Tagen eine der interessantesten Sportanlagen der Region. Auf dem Areal der ehemaligen Tennisplätze verwirklicht der VfL Wittekind eine Beachballanlage mit einem Jugend-Fußballfeld und einem Platz, auf dem Geräte für Kinder als Ergänzung zum Hallen sport aufgebaut werden.

Noch am Donnerstag beendet die Wildeshauser Firma die Baufeld-Freimachung. Dannsoll mit dem Anlegen der Drainage, einem Fangzaun und dem Aufschütten des Oberbodens begonnen werden. Dieses Projekt ist nur möglich, weil es über mehrere Jahre realisiert wird und Zuschüsse vom Kreissportbund sowie dem Landkreis Oldenburg fließen.

Die Überlegung, eine Mehrgenerationenanlage in Verbindung mit den Fußballplätzen, dem Trimm-Dich-Pfad, dem Schwimmbad und dem Wellness-Center „Auszeit“ unter Einbeziehung der alten Tennisplätze zu schaffen, hatte Krandelverwalter Wolfgang Sasse schon seit langem. Seit 2013 laufen die Vorbereitungen. Zunächst musste die Stadt einen langfristigen Vertrag mit der Krandelverwaltung abschließen, da sonst keine Zuschüsse fließen können.

Karsten Scheele (l.) und Wolfgang Sasse auf dem Areal, das zu einer Beachball-Anlage umgewandelt wird. - Fotos: dr

Das Vorhaben wurde vom Landschaftsarchitekten Kilian Franz begleitet, da unter anderem Bodengutachten durchgeführt werden mussten. Die Nutzfläche wird mit einer Sandfläche von etwa 65 mal 30 Meter in einer Dicke von 40 Zentimetern versehen. Schon in diesem Sommer soll der Bereich eingeweiht werden. Im kommenden Jahr kommt die Rasenfläche dazu. Flutlicht und Wasserversorgung sind eingeplant. „Dafür werden wir aber noch Sponsoren benötigen“, so Sasse. Rund 150 000 Euro wird die Krandelverwaltung zunächst investieren. Mit einem Kunstrasenplatz hätte das Projekt gar 344 000 Euro gekostet. „Deshalb haben wir die Planungen abgespeckt“, sagt Sasse, der sich zudem über weitere Maßnahmen im Krandel freut.

Seit wenigen Tagen gibt es eine dritte Rettungszufahrt zum Stadion. Der Zugang kann auch genutzt werden, wenn Spiele mit mehrern Tausend Zuschauern stattfinden. Jetzt können Rettungsfahrzeuge den Platz über den Bauernmarschweg ansteuern und direkt auf das Feld fahren.

Die Rasenflächen im gesamten Sportbereich dürften dann in einem besonders guten Zustand sein. „Nach der enormen Belastung der Plätze im Winter sind in diesem Jahr umfangreiche Sanierungsmaßnahmen notwendig. So wurde erstmalig der Zweckverband Kommunal-Service Nord-West in Ganderkesee beauftragt, die Arbeiten durchzuführen. In diesem Rahmen wird der Rasen aerifiziert, was bedeutet, dass pro Quadratmeter bis zu 400 Löcher in das Gras gestochen werden. Diese Löcher werden mit gewaschenem Quarzsand vefüllt. Dadurch verbessert sich die Wasserdurchlässigkeit. Der Rasen wird besser durchlüftet. Ziel ist es, damit auch einen eventuellen Engerlingsbefall besser bekämpfen zu können. Das Gras wird widerstandsfähiger.

„Mit all diesen Maßnahmen haben wir unsere Anlage auf einen hervorragenden Stand gebracht“, freut sich Sasse.

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