Naturschutzbund schreibt an das Landesgesundheitsamt

Aufklärung zu Keimbelastung in der Brookbäke gewünscht

Abfluss Brookbäke: Hier wird das Schlachtwasser von Geestland eingeleitet.
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Abfluss Brookbäke: Hier wird das Schlachtwasser von Geestland eingeleitet.

Wildeshausen – In einem Brief bittet der Naturschutzbund (Nabu) Dötlingen-Wildeshausen das Niedersächsische Landesgesundheitsamt um Auskunft darüber, welche Maßnahmen es seit 2018 zum Schutze der Öffentlichkeit vor multiresistenten Keimen in öffentlichen Fließgewässern unternommen hat.

Mit Blick auf den erneuten Nachweis multiresistenter Bakterienstämme im Klärwasser des Geflügelschlachthofs Geestland in Wildeshausen, die dieser in der Nähe der Düngstruper Straße in die Brookbäke einleitet, stellen die Naturschützer die Frage, welche Verhaltensmaßregeln die Bürger des Landkreises Oldenburg, die Landkreisverwaltung und der Betreiber des Schlachthofs Geestland befolgen sollen, um gesundheitliche Gefahren abzuwenden, die durch die Einleitung multiresistenter Keime in ein öffentliches Fließgewässer zu befürchten sind.

Marianne Bernhard-Beeskow und Wolfgang Pohl verweisen auf die Messungen der Universität Greifswald im Auftrag der Umweltschutzorganisation Greenpeace, bei denen sich resistente Bakterien in nahezu allen entnommenen Proben aus Schlachthaus-Abwässern fanden. Vier dieser Proben seien der Brookbäke entnommen worden, einem Bach im Außenbereich von Wildeshausen.

Kinder haben im Wasser gespielt

Die Brookbäke fließt unter anderem durch das Gelände der Privatschule Gut Spascher Sand, deren Schüler bis zum Erscheinen der Testergebnisse unbekümmert im und mit dem Wasser dieses Baches gespielt hatten. Der Zugang dazu ist ihnen nunmehr nach Auskunft der Schulleitung versperrt und ihre mögliche gesundheitliche Gefährdung vorerst wohl abgewendet.

Was das weitere Vorgehen betrifft, sieht der Nabu zunächst den Landkreis Oldenburg in der Pflicht, im Sinne einer Gefahrenabwehr aktiv zu werden. Landrat Carsten Harings verwies aber in der Vergangenheit darauf, dass den lokalen Behörden ein unmittelbares Eingreifen verwehrt werde. Die Gesundheitsämter seien vom Landesgesundheitsamt aufgefordert worden, nicht selbstständig mit dieser Thematik umzugehen, sondern an das Land zu verweisen, heißt es.  

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