Polizei kontrolliert nach schweren Unfällen

Auf der A 1: Fahrer am Handy und ohne Abstand

Wieder ein schwerer Unfall: Anfang Juli krachte es auf der A 1.
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Wieder ein schwerer Unfall: Anfang Juli krachte es auf der A 1.

Landkreis – Nach den schweren tödlichen sowie lebensgefährlichen Unfällen in den vergangenen zwei Wochen auf der Autobahn 1 vor einer Großbaustelle im Bereich Vechta, hat die Polizei die Verkehrsüberwachung intensiviert. Mit schockierenden Ergebnissen.

In der Zeit von 28. Juni bis 8. Juli kam es auf der Autobahn 1 zu drei schweren Verkehrsunfällen, bei denen ein Mensch ums Leben kam, ein weiterer lebensgefährliche Verletzungen erlitt und drei Personen schwere Verletzungen davontrugen. In allen Fällen fuhren die Unfallverursacher ungebremst auf ein Stauende auf, das sich zwischen den Anschlussstellen Vechta und Lohne/Dinklage aufgrund einer Baustelle gebildet hatte.

Beamte der Autobahnpolizei Ahlhorn überwachen den Verkehr mit Unterstützung von weiteren Angehörigen der Polizeiinspektion Delmenhorst/Oldenburg-Land/Wesermarsch seit Einrichtung der Baustelle.

Dabei wurden alleine in der vergangenen Woche 19 festgestellte Handyverstöße im Nahbereich der Baustelle geahndet. Zusätzlich wurden auch Abstandsmessungen durchgeführt. Am Donnerstag stellten die eingesetzten Beamten in der Zeit von 14 bis 18 Uhr 16 Fahrer von Lastzügen fest, die sich der Baustelle näherten und den Sicherheitsabstand nicht einhielten. Der Abstand betrug dabei immer weniger als 30 Meter bei gemessenen Geschwindigkeiten von 80 bis 85 Stundenkilometern. Trauriger Spitzenreiter war ein niederländischer Fahrer eines Sattelzuges, der lediglich 18 Meter Abstand zum vorausfahrenden Laster einhielt.

In allen Fällen müssen sich die verantwortlichen Fahrer nun auf empfindliche Bußgelder einstellen.

Die Autobahnpolizei Ahlhorn appelliert an alle Verkehrsteilnehmer: Schwere Verkehrsunfälle lassen sich am ehesten dadurch verhindern, wenn das eigene Fahrverhalten kritisch hinterfragt und angepasst wird. Die Konzentration sollte dabei ausschließlich dem Verkehr gelten. Das umso mehr, weil eigens für die Baustelle installierte Warntafeln auf die besondere Verkehrs- und Gefahrensituation hinweisen, sodass es eigentlich nicht zu schweren Unfällen kommen dürfte.

Matthias Büssing von der Autobahnpolizei rechnete aber vor mehreren Tagen auch für die Zukunft weiter mit schlimmen Unfällen: „Die Baustelle ist dort noch bis Dezember, weil die A 1 dreispurig ausgebaut wird. Wir müssen mit der Lage noch bis 2025 rechnen, aber es ist schon erschreckend. Es ist der dritte schwere Unfall die Woche nach dem gleichen Muster“, berichtete er der Medienagentur Nonstop-News.

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