Auch Wildeshauser Firmen bei „Tag des offenen Handwerkes“ dabei/Betriebe bemühen sich um Auszubildende

Blick hinter die Kulissen und Infos aus erster Hand

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Der Geschäftsführer der Firma Gebrüder Sauer, Hermann Petermann, informierte Annegret und Merle Wenke (v.l.).

Wildeshausen/Landkreis - Um jungen Menschen und vor allem künftigen Schulabgängern eine berufliche Orientierung zu geben, hat sich die Kreishandwerkerschaft Delmenhorst/Oldenburg-Land wieder am „Tag des offenen Handwerks“ beteiligt. Rund 50 Betriebe hatten für Sonntag zu einem Blick hinter die Kulissen eingeladen. Mit der Rang Bau GmbH und der Gebrüder Sauer Produktionsgesellschaft waren auch zwei Wildeshauser Unternehmen dabei.

„Es ist nie zu früh, sich Gedanken über den eigenen beruflichen Werdegang zu machen“, sagte Helmut Rang, bei dem 24 Mitarbeiter beschäftigt sind. Er selbst weiß, wie wichtig es ist, für das Handwerk zu werben. Denn ob im Bauwesen oder in der Maschinenbaubranche, die Betriebe bräuchten Fachkräfte für die Zukunft.

Ein Grund, weshalb auch die Gebrüder Sauer Produktionsgesellschaft den Aktionstag unterstützt. „Jugendliche können so einmal mehr über den Tellerrand schauen. Zudem ist es einfach ehrenwert, dass es junge Menschen gibt, die sich schon rechtzeitig über einzelne Berufszweige informieren“, meinte Geschäftsführer Hermann Petermann. In dem Unternehmen erfuhren Interessierte unter anderem, was genau ein Feinwerkmechaniker in der Fachrichtung Maschinenbau macht.

Darüber informierte sich zum Beispiel die 17-jährige Merle Wenke. Sie besucht derzeit die Fachoberschule Gesundheit und Soziales. Sie hat sich zwar bereits im Krankenhaus beworben, aber wollte sich über andere Möglichkeiten „schlau machen“.

„Wir geben den jungen Menschen reichlich Input, und man muss sich einfach Zeit fürs Gespräch nehmen“, führte Petermann aus. „Wenn ich an solch einem Tag zwei bis drei Gespräche führen kann, hat sich dieser schon gelohnt.“ Es käme auf die Qualität und nicht auf die Quantität an. Auch er weiß, dass es von Jahr zu Jahr schwieriger wird, kompetente, junge Leute als Auszubildende zu gewinnen. Und pro Lehrjahr wird mindestens ein Auszubildender eingestellt.

Die 17-jährige Wenke steckt noch in der Berufsfindung. Sie suchte Antworten auf Fragen wie „Was liegt mir?“ und „Wo kann ich mein Talent einbringen?“. „Solch eine Veranstaltung im Handwerk kann Wege öffnen“, war sie sich sicher. Und immerhin gebe es auch beim Beruf der Feinwerkmechanikerin Aufstiegsmöglichkeiten. Sie zeigte sich am Ende begeistert darüber, dass sie alle wichtigen Details erfahren hat und Einblicke in die Arbeit gewinnen durfte

jb

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