St.-Peter-Schüler bieten eine atemberaubende Zirkusshow

Auch ein Pony macht „Sitz“

Niedlich anzuschauen war die Ponydressur. Da machte das Pony auf Kommando sogar „sitz“. Hula-Hoop mit zehn Reifen ? Die Zuschauer mochten kaum glauben, dass das funktioniert – tosender Beifall war der Lohn. - Foto: Dejo

Wildeshausen  - Hereinspaziert, hereinspaziert – der Zirkus ist in der Stadt. Allerdings hatte dieser nicht irgendwo sein Zelt aufgestellt, sondern der Projektzirkus „Circus Smiley“ stand auf dem Hof der Wildeshauser St.-Peter-Schule. Artisten und Akrobaten waren aber nicht etwa die Profis, sondern die Schüler, die gestern zu zwei Vorführungen eingeladen hatten.

Was Eltern, Geschwister, Oma und Opa dabei zu sehen bekamen, war schon erste Güte. „Geizen sie nicht mit Applaus. Auch dann nicht, wenn etwas nicht sofort hinhaut“, hatte Zirkusdirektorin Simona Woitschack den Besuchern mit auf den „Weg“ gegeben. Mit ihrem Team hatte sie seit Montag ein überaus umfangreiches Zirkusprogramm einstudiert, das in der Tat keine Wünsche offen ließ. Davon konnten sich die Zuschauer gestern in den zwei Vorstellungen überzeugen.

„Das ist eine tolle Sache. Was die Kinder in dieser kurzen Zeit eingeübt haben, ist wirklich prima, ich bin echt erstaunt“, betonte Heinz Becker, der seinen Enkel als Clown in der Manege sehen konnte. „Herrlich sind auch die Kostüme, die der Zirkus den Schülern zur Verfügung stellt. Die machen das Ganze erst rund und zu einer echten Zirkusvorführung.“

Durchs Programm führte Woitschack, die mehrmals betonte, dass es sehr viel Spaß gemacht habe, mit den Kindern zu arbeiten: „Sie waren allesamt hoch motiviert und konnten den Tag der Aufführung kaum abwarten.“ Marlin, der als einer der Fakire in der Manege stand und mit nacktem Oberkörper auf dem Nagelbrett liegen musste, gab zu, dass er etwas nervös ist: „Aber das gehört dazu, wenn alles gut werden soll, hat Simona gesagt.“

Als es dann aber soweit war, merkte niemand mehr etwas von Nervosität – gekonnt, als hätte er nie etwas anderes gemacht, begeisterte er mit der Show das Publikum, das jedoch etwas den Atem anhielt, als die Fakire auch noch barfuß über Glasscherben laufen mussten.

„Zu jedem Zirkus gehören Tiere. Und hier sind sie.“ Mit diesen Worten kündigte die Direktorin die Ponydressur an, die von einem Mädchen und einem Jungen gekonnt präsentiert wurde. Ob auf der Wippe oder dem Hocker, die Kinder hatten die Ponys jederzeit im „Griff“. Selbst dann, als die Tiere auf Kommando „Sitz“ machen mussten. „Das sieht doch wirklich gut und gekonnt aus“, betonte Becker, der bei keiner der vielen Darbietungen mit App-laus geizte.

Die Zuschauer konnten sich noch über eine Hula-Hoop-Show, eine Ziegendressur, Clowns, Gewichtheber und einen Tigerpython freuen, der von mutigen Bauchtänzerinnen durch die Manege getragen wurde.

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