Stadt baut Betten und Wände an der Hunteschule ab 

Auch die letzte Halle frei: Nach den Ferien wieder Sport

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Mitarbeiter der Stadt bauen die Etagenbetten in der Sporthalle der Hunteschule ab. 

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Mit der Halle der Hunteschule an der Heemstraße wird nun die letzte Sporthalle geräumt und für die Schule sowie Vereine hergerichtet. Nachdem die Widukind-Halle seit drei Monaten und die Gymnasiums-Halle seit wenigen Wochen frei sind, werden jetzt die Betten aus der Förderschul-Halle transportiert.

Alle Flüchtlinge, die der Stadt zugewiesen wurden, sind jetzt in dezentralen Wohnungen untergebracht worden. Wildeshausen hat ohnehin die Quote des Landes übererfüllt, sodass in den kommenden Monaten nicht mit einem neuen Engpass zu rechnen ist. Seit Beginn der Zuweisungen hätte die Kreisstadt 384 Personen aufnehmen müssen, es wurden aber bereits 471 untergebracht.

Während in den beiden großen Sporthallen der Boden und auch die Wände in Mitleidenschaft gezogen wurden, sieht die kleinere Hunteschul-Halle „überraschend gut“ aus, wie der Koordinator des Landkreises Oldenburg, Klaus Wocken, festgestellt hat. Auf dem Hallenboden war schon zu Beginn der Maßnahme PVC ausgelegt worden, zudem wurden die Abtrennungen durch Bauzäune mit Gewebeplane erstellt. Die Zäune kommen jetzt zu den Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen, weil sie dort ihrer ursprünglichen Bestimmung als Schutz für Bauarbeiten zugeführt werden. Die Betten transportiert der Landkreis nach Huntlosen. Dort werden sie in einer eigens angemieteten Lagerhalle aufbewahrt. Der Landkreis hat zudem eine Halle in Grüppenbühren zur Verfügung, in der bereits die Betten aus der BBS-Halle lagern. Wann sie wieder benötigt werden, weiß derzeit niemand. In etwa einem Monat wird dem Landkreis die neue Zuweisungs-Quote mitgeteilt. Derzeit rechnet zwar niemand mit hohen Flüchtlingszahlen, „doch wir wollen vorbereitet sein“, so Wocken.

Im Landkreis gibt es aktuell nur noch eine Notunterkunft, in Hude in der ehemaligen Wasserzähler-Werkstatt des Oldenburgisch Ostfriesischen Wasserverbandes. Dort wohnen seit dem 12. Mai 21 Flüchtlinge, die noch nicht dezentral untergebracht werden können.

In den kommenden Tagen beginnen in der Hunteschul-Halle die Handwerker mit den Rückbauten. So müssen noch Trockenbauwände entfernt werden. Die Elektriker entfernen Leitungen, die speziell für die Flüchtingsbedarfe gelegt wurden. Anschließend kommen die Maler, um zu streichen. Nach den Sommerferien ist dort dann wieder Sport möglich. Und so schnell wird sich das nicht ändern. „Es ist unser Plan, nach Möglichkeit keine Sporthallen mehr für die Flüchtlingsunterbringung zu belegen“, sagt Wocken.

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