Familienzirkus Kübler gastiert dieses Wochenende in Wildeshausen und kämpft mit Minusgraden

Auch bei Kälte ein warmes Zelt

Junior-Chef Dennis Kübler mit Lamas und Eseln bei klirrender Kälte im Zirkuszelt.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Im Wohnwagen der Familie Kübler ist es gemütlich warm. Aber draußen weht der Wind mit gefühlten minus 15 Grad um die Zelte auf dem Zirkusplatz an der Visbeker Straße in Wildeshausen. In diesen Tagen ist das Leben einer Zirkusfamilie kein Zuckerschlecken.

Mit sechs Personen ist das Familienunternehmen das ganze Jahr im Land unterwegs. Aber Minusgrade schocken Lisa und Arno Kübler mit ihren Kindern Jerome (8), Mendy (18), Robano (20) und Dennis (26, Juniorchef) nicht. „Wir sind Kälte gewohnt“, so das Familienoberhaupt. Und: „Unser Zelt ist gut beheizt. Es geht nur jetzt mehr Diesel durch.“

Der Zirkusfamilie ist es ganz wichtig, dass es die Gäste warm haben, wenn sie zu den Vorstellungen heute und morgen um 16 Uhr und am Sonntag um 14 Uhr kommen. Geboten wird ein Programm, bei dem alle Familienmitglieder dabei sind. „Alle müssen anpacken“, so Arno Kübler. Tiere gehören auch zum Programm. So hat der Zirkus Lamas, Hunde, Pferde, und Esel dabei. Ab kommenden Jahr sollen vielleicht auch Löwen und Tiger mitreisen. „Wir haben einen zwölf Meter langen Wagen, den wir gerade umbauen“, so der Chef. „Viele Leute wollen exotische Tiere sehen.“

Großen Wert legen Küblers darauf, dass es die Tiere bei ihnen gut haben. „Das Veterinäramt ist immer ganz begeistert, wie sauber es bei uns ist“, sagt Arno Kübler. Zurzeit ist die Familie aus dem Emsland, die in sechster Generation unterwegs ist, aber auf der Suche nach einem Winterquartier. Eine leer stehende Scheune oder Gewerbehalle wäre nicht schlecht. Die Küblers versuchen zudem, auf dem Gelände der ehemaligen Kaserne unterzukommen, haben aber noch keine Freigabe vom Besitzer.

Wo es in den kommenden Wochen hingeht, weiß die Familie noch nicht. „Wir hatten Termine in Brinkum und Bremen-Obervieland“, so Kübler. „Aber das hat sich kurzfristig zerschlagen.“ Umso ärgerlicher ist es, dass die Karten schon gedruckt waren und nun in den Abfall können.

„Wir betteln nicht“, sagt die Familie auch bei extremen Minusgraden. In Delmenhorst haben sie gerade die Erfahrung gemacht, dass Leute in betrügerischer Absicht von Haus zu Haus gingen und um Spenden baten, weil die Tiere im Schlamm stehen würden. „Wir waren das nicht, aber wir leiden darunter, weil die Leute das nicht unterscheiden können“, so Arno Kübler.

Der Zirkus freut sich über Futterspenden, die gerade jetzt weiterhelfen. Ein Kontakt ist über Telefon 0171/4105133 möglich. Aber die Familie hat kein Interesse, auf die Tränendrüse zu drücken. „Wir können uns sonst auch selbst helfen.“ Am meisten ist den Küblers geholfen, wenn gerade bei den Minusgraden viele interessierte Besucher kommen. Im Zelt sind 200 Plätze. Die sind selten alle gefüllt. Aber es macht natürlich mehr Spaß, vor vielen erwartungsvollen Kindern zu spielen.

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