Wildeshauser Feuerwehr hatte im Jahr 2021 127 Einsätze

Auch in der Pandemie schnell vor Ort

Jetzt muss es schnell gehen: An der Visbeker Straße brannte es am 18. Dezember in einem Keller. Es mussten Menschen evakuiert werden.
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Jetzt muss es schnell gehen: An der Visbeker Straße brannte es am 18. Dezember in einem Keller. Es mussten Menschen evakuiert werden.

Wildeshausen – Das Jahr 2021 begann für die Wildeshauser Feuerwehr in den ersten drei Wochen mit vier Fehlalarmen. Somit war der Auftakt deutlich ruhiger als 2020, als es schon nach einer Stunde eine Massenkarambolage auf der Autobahn gab, die die ehrenamtlichen Kräfte extrem forderte.

Dass es so verhalten nicht weitergehen würde, war klar, und in der Bilanz der vergangenen zwölf Monate fallen einige größere Gebäude- sowie Fahrzeugbrände und Hilfeleistungen bei Unfällen oder für die Rettungsdienste.

127 Einsätze gab es für die Wildeshauser Feuerwehr. Davon waren 31 Fehlalarme.– oftmals wegen ausgelöster Brandmeldeanlagen.

„Ein relativ ruhiges Jahr“, stellt Ortsbrandmeister Lutz Ertelt bei der Durchsicht der vergangenen Monate fest. Auffällig dabei: Es gab kaum Anforderungen wegen Sturmschäden oder Starkregens, die in den vergangenen Jahren die Statistik nach oben trieben, weil dann gleich mehrere Einsätze an einem Tag zu verzeichnen waren.

Corona behinderte die Übungsdienste

Problematisch ist in der Rückschau, dass die Wildeshauser Feuerwehr wegen Corona bis zum Sommer kaum normale Übungsdienste ableisten konnte. „Glücklicherweise waren alle Kameraden bis Mai geimpft“, freut sich Ertelt, dass es hier große Hilfe vom Landkreis gab und die Immunisierung unkompliziert organisiert werden konnte. Doch auch ohne die regelmäßigen Trainingseinheiten zeigten sich die Einsatzkräfte effektiv und erfolgreich bei der Erledigung ihrer Aufgaben. Man sei in der Regel sehr schnell vor Ort gewesen, findet Ertelt. So beispielsweise, als am 21. Februar ein Imbisswagen am Westring in Flammen aufging – gleich neben der Tankstelle. Der Wagen konnte nicht gerettet werden, es gelang aber rechtzeitig, die im Inneren befindlichen Gasflaschen aus dem Verkaufsraum herauszuholen.

Als sehr herausfordernd bezeichnete Ertelt einen Einsatz am 6. Juli an der Christine-Teusch-Straße in Wildeshausen. Dort stand ein Carport in Flammen, und innerhalb kurzer Zeit brannten eine angrenzende Hecke sowie der Dachstuhl eines Hauses. Vor Ort waren schließlich die Feuerwehren aus Düngstrup, Colnrade und Dötlingen. Über tragbare Leitern und die Drehleiter wurde ein Teil des Dachstuhles des Wohnhauses abgedeckt, um eine gezielte Brandbekämpfung vorzunehmen.

Hier habe sich die gute Zusammenarbeit zwischen den Feuerwehren der Region gezeigt, um Schlimmeres verhindern zu können, sagt Ertelt. Die Kommunikation der Einsatzkräfte ist ohnehin entscheidend. So wurden die Wildeshauser im Jahr 2021 mit ihrer Drehleiter unter anderem zu Bränden in Harpstedt, Winkelsett, Goldenstedt und Brettorf angefordert. Am Ende des Jahres gab es dann noch größere Einsätze. So brannte am 11. Dezember der Anhänger eines Sattelzuges mit 22 Tonnen Papier auf der Autobahn 1. Aufgrund der schlechten Wasserversorgung und dem voll entwickelten Brand wurden umgehend weitere Einsatzkräfte aus Ahlhorn sowie die Feuerwehr aus Düngstrup inklusive einem Teleskoplader eines Lohnunternehmens zum Entleeren der Ladung angefordert.

Brennender Laster auf der A 1: Dort gingen 22 Tonnen Papier in Flammen auf.

Eine Woche später, am 18. Dezember, brannte es im Keller eines Mehrgenerationenhauses an der Visbeker Straße. Es mussten zahlreiche Menschen aus den Wohnungen evakuiert werden. Zu Schaden kam niemand.

Gleich viermal mussten die Brandschützer von Heiligabend bis zum zweiten Weihnachtstag ausrücken. Es galt in Huntlosen beim Großbrand eines Bauerhauses mit der Drehleiter zu helfen. Am Abend des 26. Dezember brannten zudem zwei Container am Westertor in Wildeshausen. Das Übergreifen der Flammen auf ein Gebäude konnte verhindert werden.

Wie im Vorjahr war der Silvesterababend und der frühe Neujahrstag ruhig. Die Feuerwehr musste nicht ausrücken – sicherlich auch deshalb, weil in Teilen der Stadt kein Feuerwerk erlaubt war und es in diesem Jahr in Deutschland keine Möglichkeit gab, Pyrotechnik zu kaufen. Auch die Polizei meldete eine ruhige Nacht.

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