Wer im Landkreis Oldenburg Wohneigentum kaufen möchte, muss viel zahlen

Attraktives Bauland wird teurer

Bauen in Wildeshausen: Wer in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme ein Grundstück erwirbt, zahlt 150 Euro für den Quadratmeter.
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Bauen in Wildeshausen: Wer in der Städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme ein Grundstück erwirbt, zahlt 150 Euro für den Quadratmeter.

Landkreis – Alles spricht von den negativen Auswirkungen auf die Gesellschaft durch die Corona-Pandemie. „Auf den Immobilienmarkt gibt es in Bezug auf fallende Preise oder Umsätze allerdings keinen negativen Einfluss zu verzeichnen“, stellte Holger Seifert, Vorsitzender des Gutachterausschusses für Grundstückswerte (GAG) Oldenburg-Cloppenburg, im Rahmen eines Video-Pressegespräches am Donnerstag fest.

Er nannte zusammen mit Lucia Betke (Dezernentin Wertermittlung), Rolf Rösler (stellvertretender GAG-Vorsitzender) und Christine Stubbemann (Geschäftsstelle des GAG) im Bezug auf das Berichtsjahr 2020 vier auffällige Entwicklungen: Die Kosten für Wohnbauland sind überall weiter gestiegen, die Preissteigerungen bei mit Ein- und Zweifamilienhäusern bebauten Grundstücken haben sich fortgesetzt, in vielen Kommunen gibt es eine hohe Nachfrage nach Eigentumswohnungen, und für Ackerland muss immer mehr Geld bezahlt werden.

Anzahl der verkauften Baugrundstücke im Landkreis gestiegen

Mit Blick auf den Landkreis Oldenburg stellt der GAG fest, dass die Anzahl der registrierten Kaufverträge im Berichtsjahr auf 2 013 und somit um 14 Prozent gestiegen ist. „Beim Geldumsatz ergibt sich eine Steigerung um 24 Prozent auf 465 Millionen Euro. Es ist eine Fläche von 826 Hektar umgesetzt worden (plus 38 Prozent)“, schreiben die Experten in ihrer Analyse.

Im Landkreis Oldenburg ist die Anzahl der veräußerten Baugrundstücke für den individuellen Wohnungsbau laut GAG von 214 im Jahr 2019 auf 294 im Berichtsjahr gestiegen. Das mittlere Baugrundstück ist bei einer durchschnittlichen Größe von 720 Quadratmetern zu 140 Euro/Quadratmeter verkauft worden. Dies entspricht im Berichtsjahr einem Gesamtkaufpreis von rund 101 000 Euro pro Fläche.

Die Quadratmeterpreise sind im Landkreis Oldenburg allerdings sehr unterschiedlich: In der Gemeinde Ganderkesee liegt der mittlere Preis bei 170 Euro, in Großenkneten kostet ein Bauplatz im Mittel 74 Euro – genauso wie im Vorjahr. Als relativ teure Lage erweist sich weiter die Gemeinde Wardenburg, die aufgrund ihrer Nähe zu Oldenburg mit Verkaufspreisen von durchschnittlich rund 130 Euro aufwarten kann (Vorjahr 161 Euro).

In Wildeshausen teurer: Für den Bauplatz in der Kreisstadt mussten Bewerber 2020 deutlich mehr ausgeben. Grafik: GAG

In Wildeshausen kostet der Quadratmeter durchschnittlich 150 Euro

In der Stadt Wildeshausen sind im Berichtsjahr für einen Bauplatz mittlerer Größe von 670 Quadratmetern durchschnittlich 150 Euro pro Quadratmeter gezahlt worden (Vorjahr: 142 Euro bei 630 Quadratmetern). Für die Ein- und Zweifamilienhäuser ist die Anzahl der Käufe im Landkreis Oldenburg mit 585 gegenüber dem Vorjahr (579) leicht gestiegen. Der mittlere Kaufpreis für Ein- und Zweifamilienhäuser liegt derzeit bei 290 000 gegenüber 251 000 Euro im Vorjahr. Bei den Reihenhäusern und Doppelhaushälften liegt die Anzahl der Käufe mit 102 unter dem Niveau des Vorjahres (116). Der mittlere Kaufpreis ist mit 275 000 Euro gegenüber dem Vorjahr (230 000 Euro) gestiegen.

Neubauten immer teurer

Die Anzahl der Verträge für Wohnungseigentum liegt mit insgesamt 461 Käufen deutlich über dem Niveau des Vorjahres (345). Das Preisniveau für Neubauten befindet sich mit 2 835 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche über dem Wert von 2 730 Euro im Vorjahr. Bei gebrauchten Eigentumswohnungen liegt der mittlere Preis mit 1 540 Euro/Quadratmeter Wohnfläche unter dem Niveau von 2019 (1 600 Euro).

Im Landkreis Oldenburg sind im Berichtsjahr 176 land- und forstwirtschaftliche Grundstücke umgesetzt worden, im Vorjahr waren es 132. Die mittleren Kaufpreise für Ackerland liegen je nach Ackerzahl zwischen 5,70 Euro und 7,35 Euro pro Quadratmeter (Vorjahr 5,72 bis 6 Euro) und die für Grünlandnutzung im Mittel bei 2,60 Euro pro Quadratmeter (Grünlandzahl bis 40). Im Vorjahr waren es 2,39 Euro pro Quadratmeter. In der Spitze wurde für Ackerland bis zu 10,15 Euro pro Quadratmeter gezahlt.

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