Stadt plant Abenteuerspielplatz, Sportflächen mit Tribüne sowie Ruhezonen

Attraktionen für die Burgwiese

Großes Entwicklungspotenzial: Der Bereich der Burgwiese zwischen Melkerbrücke und Kneippbecken kann deutlich aufgewertet werden.
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Großes Entwicklungspotenzial: Der Bereich der Burgwiese zwischen Melkerbrücke und Kneippbecken kann deutlich aufgewertet werden.

Wildeshausen – Ein Abenteuerspielplatz und multifunktionale Sportflächen mit Tribünen am Rande der Burgwiese. Neue Wegeverbindungen sowie eine wiederhergestellte Vegetation am historischen Stadtwall und eine Strand- und Steganlage am Ufer der Hunte in der Nähe der Herrlichkeit: Das sind wichtige Eckpfeiler des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes (ISEK) Wallanlage mit Herrlichkeit und Urgeschichtlichem Zentrum, die am Donnerstagabend im Ausschuss für Stadtentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur vorgestellt wurden.

Wie berichtet, plant die Stadt in den nächsten drei Jahren im Rahmen des Förderprogramms „Lebendige Zentren – Erhalt und Entwicklung der Stadt- und Ortskerne“, insgesamt 9,15 Millionen Euro auszugeben. Zwei Drittel dieser Summe werden vom Land Niedersachsen zur Verfügung gestellt.

Während die Planungen für den Umbau des Feuerwehrhauses zum Urgeschichlichen Zentrum bereits deutlich vorangetrieben wurden (Kosten über vier Millionen Euro), waren die weiteren anvisierten Maßnahmen bislang nicht öffentlich konkretisiert worden. Das geschah – zumindest in skizzierter Form – nun am Donnerstag durch Fachbereichsleiter Hans Ufferfilge sowie Marleen Meinel von der Stadtplanung und fand grundsätzlich die Zustimmung der Ausschussmitglieder.

Die jetzt geplanten Maßnahmen betreffen die Wallanlagen, die Burgwiese und den Park zwischen Alexanderkirche und Hunte nördlich des Feuerwehrhauses.

Park an der Alexanderkirche und der Herrlichkeit: Dort sollen die Anpflanzungen vor dem Gotteshaus aufgewertet werden.

Rund 1,5 Millionen Euro sollen in zahlreiche Projekte zwischen der Melkerbrücke bis zum Bereich hinter der Konzertmuschel investiert werden. „Bei unseren Planungen haben wir die Anforderungen für alle Aktivitäten rund um das Gildefest berücksichtigt“, begegnete Ufferfilge schon im Vorfeld Befürchtungen, dass es zu Konflikten kommen könnte.

Laut Meinel soll die Melkerbrücke verbreitert werden, um damit einen besseren Zugang zu den Quartieren rund um das Urgeschichtliche Zentrum und der Herrlichkeit zu ermöglichen. Auf der Fläche zwischen der St.-Peter-Kirche und der Brücke könnte am Rande der Burgwiese ein großer Spielplatz mit Bewegungs- und Begegnungsanlage gebaut werden. In diesem Bereich wäre auch eine neue WC-Anlage denkbar, die sich mit Holzverkleidung in die Umgebung einpassen könnte. Dort, wo sich seit vielen Jahren der Spielplatz befindet, soll nach den derzeitigen Planungen eine multifunktionale Sportfläche mit Tribünen an der Böschung entstehen. Zwischen Konzertmuschel und Hunte sowie auf den südlichen Wiesenflächen könnte ein Auditorium errichtet werden. Gedacht ist auf dem relativ feuchten Areal auch an Holzstege mit hoher und hochwertiger Zwischenbepflanzung. Auch Ruhezonen sind geplant.

Eine Aufwertung soll ebenfalls am Wall erfolgen. Nach Meinels Angaben ist geplant, die Ab- und Zugänge barriereärmer zu gestalten und zwei Queranlagen mit Treppen in den Bereichen Neue Straße sowie Düsternstraße anzulegen, um Trampelpfade aufzulösen. Im Bereich zwischen der neuen St.-Peter-Schule und dem Wall könnte ein „grünes Klassenzimmer“ mit Seilen, Netzen und weiteren Geräten entstehen. Im Bereich Cornauer Tor soll der Parkplatz mit viel Begrünung neu angelegt werden. Diese Maßnahme bezifferte Ufferfilge mit 800 000 Euro.

Sollen neu gestaltet werden: die Aufgänge zum Stadtwall.

Der Freiraum nördlich des Huntewehres soll in seiner Grundstruktur erhalten bleiben. Geplant sind eine großzügige Strand- und Steganlage an der Hunte und eine Aufwertung der Beete vor der Kirchenmauer. Die geplanten Kosten dieser Maßnahme wurden nicht genannt.

Der Fachausschuss nahm die Konzepte wohlwollend zur Kenntnis. Nun sollen die Projekte ausgeschrieben werden, um die genauen Kosten kalkulieren zu können. Vorausschauend heißt es von der Stadtverwaltung, dass man dann sehen werde, ob der Kosten- und Finanzierungsplan ausreichend ist oder ob eine Reduktion von Einzelmaßnahmen erforderlich sein wird.

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