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Arbeitsmarkt: Stagnation statt Frühjahrsbelebung

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Von: Dierk Rohdenburg

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Agentur für Arbeit in Wildeshausen: Die Arbeitslosenzahlen haben sich gegenüber März kaum verändert.
Agentur für Arbeit in Wildeshausen: Die Arbeitslosenzahlen haben sich gegenüber März kaum verändert. © dr

Landkreis – Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Oldenburg ist im April lediglich um drei Personen zum Vormonat gesunken.

Nach Angaben des Wildeshauser Geschäftsstellenleiters Philipp Bergk waren Ende des Berichtsmonats 2.260 Frauen und Männer bei der Arbeitsagentur und dem Jobcenter arbeitslos gemeldet.

Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist die Zahl der Arbeitslosen um 433 Personen (16,1 Prozent) niedriger. Die Arbeitslosenquote, berechnet auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen, beträgt drei Prozent und ist damit unverändert. Vor einem Jahr lag der Wert bei 3,6 Prozent.

„Entsprechend dem wiederkehrenden saisonalen Verlauf zeigt sich eine leichte Stagnation der Frühjahrsbelebung am hiesigen Arbeitsmarkt“, stellt Bergk fest. „Auch, wenn die Anzahl arbeitsloser Personen auf Vormonatsniveau liegt, zeigt sich eine positive Entkopplung vom pandemiebedingten Geschehen auf dem Arbeitsmarkt. Mögliche Auswirkungen des Ukraine-Konflikts können zu diesem Zeitpunkt zumindest auf dem hiesigen Arbeitsmarkt noch nicht zweifelsfrei identifiziert werden.“

Hoher Anteil der Langzeitarbeitslosen

Laut Bergk stellt sich die Nachfrage mit insgesamt 233 neu gemeldeten Stellen gut dar. Im Vergleich zum Vorjahresmonat seien im April 35 Stellen mehr gemeldet worden. Es würden überwiegend Fachkräfte nachgefragt.

Weiterhin hoch ist der Anteil der Langzeitarbeitslosen mit 700 Personen im Bereich der Geschäftsstelle Wildeshausen. Das entspricht 31 Prozent der Gesamtzahl.

Im Landkreis Oldenburg haben im April 1 032 Frauen und Männer Arbeitslosengeld erhalten. Das sind 16 weniger als im März. Das Jobcenter des Landkreises Oldenburg betreute im April 1 391 Bedarfsgemeinschaften. Das waren sieben weniger als im Vormonat. In den Bedarfsgemeinschaften gab es 3.472 erwerbsfähige Leistungsberechtigte.

Seit Beginn des Berufsberatungsjahres im Oktober 2021 meldeten sich mit 564 Personen genauso viele Bewerber wie im Vorjahreszeitraum für Ausbildungsstellen. Zugleich gab es einen Zuwachs der gemeldeten Jobs um 5,8 Prozent auf 726. Ende April waren 323 Bewerber noch unversorgt (6,6 Prozent weniger als im Vorjahr) und 470 Ausbildungsstellen noch unbesetzt.

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