Stadtelternrat hofft auf gute Kooperation / Viele Anmeldungen für St.-Peter-Schule

Lob für Arbeitskreis, Kritik an später Gründung

Noch knapp zwei Jahre bleibt die St.-Peter-Schule am alten Standort, dann soll sie an die Heemstraße ziehen. Foto: dr

Wildeshausen – Der Wildeshauser Stadtelternrat lobt die Entscheidung, dass sich eine Arbeitsgruppe aus allen Beteiligten mit dem geplanten Tausch der Liegenschaften von Hunteschule und St.-Peter-Schule befassen wird. „Allerdings haben wir davon erst im Rahmen der Ausschusssitzung am Donnerstag erfahren“, teilen Ralf Menke, Vorsitzender des Stadtelternrats, sowie Christin Rollié, Elternvertreterin der St.-Peter-Schule, mit. „Es ist schon ein wenig ärgerlich, dass es den Arbeitskreis erst jetzt gibt“, so Menke. „Den hätten wir eigentlich gleich nach dem Ratsbeschluss zum Schultausch gebraucht.“ Er mahnt zudem an, dass das Gremium noch in diesem Jahr erstmalig zusammenkommt.

Auch Rollié befürwortet den Arbeitskreis. „Bislang hieß es immer, dass wir Eltern an solchen Gremien nicht beteiligt werden sollen. Wir wollen aber kontinuierlich in die Planungen eingebunden werden. Insbesondere auch, was die Verkehrsproblematik rund um die Schule betrifft“, sagt sie.

Für den fraktionslosen Ratsherrn Karl Schulze Temming-Hanhoff stellt sich die Frage, warum es nun wieder einen Arbeitskreis zum Schultausch gibt. „Der Rat hat im vergangenen Jahr die Auflösung des Arbeitskreises Schule beschlossen“, sagt er. „Nun soll es einen neuen geben, aber dafür gibt es keinen politischen Beschluss.“ Temming-Hanhofff kritisiert außerdem, dass die im Ratsinformationssystem veröffentlichen Raumpläne nie vom Schulausschuss oder dem Rat eingesehen oder beschlossen wurden. „Wir werden komplett aus der Diskussion herausgehalten“, so der Ratsherr verärgert.

Menke und Rollié erkennen immerhin an, dass sich die Stadtverwaltung bei der Planung des Umbaus „grundsätzlich Mühe gibt“. „Es geht jetzt nicht mehr um die Frage, ob die Schulen umziehen, sondern, dass das zur Zufriedenheit von allen Beteiligten geschieht“, so Menke. Er sieht für die Zukunft aber weiteres Problem. Derzeit hat die St.-Peter-Schule schon 48 Anmeldungen von katholischen Schülern. Drei von ihnen haben Inklusionsbedarf und werden deshalb doppelt gezählt. Mit 51 Kindern kommt die Schule jedoch schon jetzt nahe an den Teiler von 52 Kindern und müsste dreizügig werden. Dafür fehlt aber der Platz an beiden Schulstandorten.

Nach Angaben des Schuldezernenten Karl-Heinz Book ist die Anmeldung für die St.-Peter-Schule nicht verpflichtend. Es handele sich nicht um eine Konkordatschule, sondern lediglich um eine Grundschule katholischen Bekenntnisses. Sollten mehr Schüler angemeldet werden, als für eine Zweizügigkeit möglich sind, müsste ein Auswahlverfahren greifen.

Das kritisiert hingegen Temming-Hanhoff. „Der Ratsbeschluss, die St.-Peter-Schule nur zweizügig zu führen, ist so nicht zulässig gewesen“, meint er. „Jeder katholische Schüler in der Stadt hat das Recht, die Schule katholischen Bekenntnisses zu besuchen.“  dr

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