Arbeitsgruppe soll sich mit aktuellen und künftigen Herausforderungen befassen

Vielfältige Schieflagen in der Schullandschaft

Mediengruppe Kreiszeitung
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Landkreis - Von Karsten Tenbrink. Eine interfraktionelle Arbeitsgruppe soll sich den vielfältigen Problemen in der Schullandschaft des Landkreises Oldenburg widmen. Dafür haben sich die Mitglieder des Schulausschusses am Dienstag einstimmig ausgesprochen. Auch externe Berater wollen die Politiker bei Bedarf hinzuziehen.

Mit Einrichtung der integrierten Gesamtschule (IGS) „Am Everkamp“ in Wardenburg, der Erweiterung des Schuleinzugsbereiches des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums in Ahlhorn und der Schaffung der Oberschule mit gymnasialem Zweig in Hude hat sich die Schulstruktur des Landkreises Oldenburg in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Weitere Folgen wird die geplante Änderung des niedersächsischen Schulgesetzes mit sich bringen.

„Diese breite Palette von vielfältigen Fragen ist nicht im Paket zu lösen“, begründete Landrat Carsten Harings den Vorschlag der Kreisverwaltung, einen eigenen Arbeitskreis zu diesem Thema auf den Weg zu bringen. Diese könne vorab strukturieren und Prioritäten setzen, bevor der Schulausschuss und andere Kreisgremien sich mit den Einzelheiten befassen.

Hintergrund: Als reine Angebotsschule ohne festen Schulbezirk bleibt die IGS in Wardenburg bislang deutlich hinter den vor vier Jahren prognostizierten Schülerzahlen zurück. Auch das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn erreicht trotz einer Erweiterung des Einzugsbereiches nicht die erforderliche Anzahl von 54 Schülern in der dort vor zwei Jahren eingerichteten Oberstufe. Und die Zahl der Gymnasiasten an der Oberschule in Hude bewegt sich ebenfalls an der unteren Grenze. Das hatte die SPD-Fraktion im Sommer in einem Strategiepapier zu den bestehenden Problemen aufgelistet.

Andererseits verzeichnet die Oberschule in Sandkrug einen unerwarteten Schülerzustrom aus den Gemeinden Wardenburg und Großenkneten, sodass dort sogar eine räumliche Erweiterung notwendig wird. Abgesehen von dieser Investition steigen die Kosten für die Schülerbeförderung in ungeahnte Höhen. Allein die Fahrten aus Hatten und Wardenburg zum Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn verursachen aktuell Kosten von jährlich rund 300000 Euro, heißt es aus der Kreisverwaltung.

Die SPD bemängelt außerden, dass die Schulen im Sekundarbereich I zum Teil vom Landkreis (IGS Wardenburg), größtenteils aber von den Kommunen getragen werden. Dies führe zu einer uneinheitlichen Belastung einiger Kommunen.

Erschwerend hinzu kommen die Veränderungen, die die Schulgesetznovelle der Landesregierung mit sich bringen sollen. Sie sieht vor, den Förderschwerpunkt Sprache ab dem kommenden Schuljahr auslaufen zu lassen, was die Sprachheilschule Neerstedt und im weiteren Sinne die Sprachheilklassen an der Grundschule Bookholzberg beträfe. Gerade bei diesem Punkt sei Eile geboten, erinnerte Schuldezernent Wolfgang Schwarberg.

In zwei Jahren soll auch der Förderschwerpunkt Lernen ab Klasse 5 ein Auslaufmodell werden. Davon betroffen wären die Letheschule in Wardenburg-Oberlethe, die Schule Vielstedter Straße in Hude, die Schule am Habbrügger Weg in Ganderkesee und die Hunteschule in Wildeshausen.

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