Mehr Mitarbeiter, Service ohne Termin und größere Büros

Arbeitsagentur endlich am Bahnhof

Gemeinsamer Eingang mit der Volkshochschule: Die Agentur für Arbeit hat erstmals Kunden in ihren neuen Räumen am Bahnhof empfangen.

Wildeshausen - Die Arbeitsagentur hat am Dienstag um 8 Uhr die ersten Kunden in ihrem neuen Domizil am Bahnhof in Wildeshausen empfangen. Damit zieht Geschäftsstellenleiterin Karin Kayser einen Schlussstrich unter die jahrelange Suche nach einem anderen Standort.

Knapp zehn Jahre waren die Büros an der Westerstraße angesiedelt gewesen. Doch dort war es zu eng. Schließlich handelte es sich eigentlich um Wohnungen, die auf zwei Etagen verteilt waren. Und es gab keinen Eingangsbereich, sodass sich Arbeitslose ohne Termin und mit kurzfristig aufgetretenen Problemen auf den Weg nach Delmenhorst machen mussten. „Das führte zu Unzufriedenheit“, räumte Kayser bei einem Pressegespräch ein. Aber der Wohnungs- und Büromarkt in der Kreisstadt sei eben nicht so einfach. Umso erleichterter ist sie, dass die Arbeitsagentur fündig wurde.

In der Halle am Bahnhof, die Investor Frank Stöver errichtet hat, stehen 500 Quadratmeter zur Verfügung. Das sind 200 mehr als an der Westerstraße. Außerdem ist die Mitarbeiterzahl um vier auf 17 gestiegen. Zwei der neuen Kollegen sind Dörte Borchers und Birgit Pieper, die von Delmenhorst nach Wildeshausen gewechselt sind. Die Kolleginnen kümmern sich im Eingangsbereich um die Kunden. „Vormittags von 8 bis 12 Uhr können sie kleinere Anliegen und Fragen direkt am Empfang klären“, so Kayser. Sie verweist darauf, dass viele Anträge auch von zu Hause per Internet gestellt werden können. Der Anmeldetresen ist genau wie die ganze Geschäftsstelle barrierefrei gestaltet. Neben Borchers und Pieper ist eine weitere Fachkraft dazugekommen, die sich gezielt um die Berufsberatung für Gymnasiasten kümmert. Neuzugang Nummer vier ist im Arbeitgeber-Service beschäftigt.

Gemeinsamer Eingang mit der Volkshochschule: Die Agentur für Arbeit hat erstmals Kunden in ihren neuen Räumen am Bahnhof empfangen.

Für die Arbeitslosen stehen Parkplätze direkt am Gebäude zur Verfügung. Allerdings soll der Weg noch geschottert und gepflastert werden. Auch der gemeinsame Eingang mit der Volkshochschule im Mittelteil der Halle am Bahnhof soll noch ansprechender gestaltet werden. Wenn alle Büros verteilt sind, soll dort eine entsprechende Beschilderung angebracht werden.

Der Umzug hätte eigentlich schon im Januar über die Bühne gehen sollen, wurde aber verschoben, weil sich die Bauarbeiten verzögert hatten. Jetzt war es so weit: Am Freitag und Montag war die Agentur an der Westerstraße geschlossen, sodass der Transport der Büromöbel und Akten vonstattengehen konnte. „Es lief alles reibungslos“, freute sich Kayser. Jetzt geht es ihr darum, die Herausforderungen am Arbeitsmarkt wie Demografie und Digitalisierung am neuen Standort anzugehen.  

bor

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