Körnerbrot von „Jolinchen“

AOG-Gesundheitsprojekt im Landkindergarten „Regenbogen“

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„Jolinchen“ ist immer dabei: Rabea Beyer, Kerstin Mathiebe, Bernd Wessels und Katrin Kürzel-Swierzy (hinten von links) freut das ganz besonders.

Kleinenkneten - Von Joachim Decker. Der kleine Drache „Jolinchen“ ist im Landkindergarten „Regenbogen“ in Kleinenkneten immer präsent. Er hat stets gute und wichtige Tipps für Kinder. Die Handpuppe ist praktisch die Hauptfigur des AOK-Gesundheitsprojektes „JolinchenKids“, an dem die Einrichtung beteiligt ist.

Bernd Wessels, Geschäftsbereichsleiter der AOK in Wildeshausen, AOK-Präventionsberaterin Katrin Kürzel-Swierzy, Rabea Beyer vom Gesundheitsamt des Landkreises, das in dieses Projekt involviert ist, sowie Kindergartenleiterin Kerstin Mathiebe haben am Freitag das Projekt vorgestellt. „Das Thema ,Gesundheit‘ sollte für Kinder früh zum gelebten Alltag gehören. Am besten schon im Vorschulalter“, so Kürzel-Swierzy. Aus diesem Grund habe die AOK dieses Projekt aufgelegt.

„Im Kindergarten-Alter werden positive Gesundheitseinstellungen und -verhaltensweisen angelegt. Auf diesen baut das ganze spätere Leben auf“, ist auch Mathiebe überzeugt. Gesunde Ernährung und vielseitige Bewegung bekämen die 20 Mädchen und Jungen im „Regenbogen“ von „Jolinchen“ in Form einer Entdeckungsreise vermittelt. „Wir hatten den Kindern kürzlich Körnerbrot serviert, das von fast allen zunächst abgelehnt wurde. Als ,Jolinchen‘ ihnen dann aber erzählt hat, wie gesund dieses Brot ist, wollte es keines der Kinder mehr missen“, erzählt Mathiebe.

„Kinder werden oft unterschätzt“

Im Mittelpunkt des Projektes stehe, den Kindern die Wichtigkeit von gesunder Ernährung und Bewegung zu vermitteln. „Wenn sie davon etwas mit nach Hause nehmen, so ist das schon ein sehr wichtiger Schritt“, sagt Wessels. Er könne sich durchaus vorstellen, dass auch schon die Kleinen das Gespräch mit ihren Eltern suchen, um aufzuzeigen, was gesunde Kost ist: „Kinder werden oft unterschätzt, sie wissen häufig mehr als wir glauben.“

„JolinchenKids“ läuft über drei Jahre und ist in fünf Module aufgeteilt, in denen neben den Kindern auch die Eltern mit ins Boot geholt werden. Unter anderem gibt es Workshops für die Erzieherinnen. Für die Durchführung des Projektes im Kindergarten stellt die AOK eine umfangreiche „Material-Kiste“ zur Verfügung, in der sich neben „Jolinchen“ auch Info- und Spielmaterial sowie Anregungen für mehr Bewegung und gesunde Rezepte befinden. Nicht zu vergessen die Holzeisenbahn mit gesunden Getränken. „Das Projekt ist schon sehr umfangreich. Für einen vierzügigen Kindergarten kostet es etwa 7 500 Euro“, betont Kürzel-Swierzy. Aber das seien wichtige Investitionen in die Zukunft.

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