Bauausschuss muss Weichenstellung für Wittekind- und Kaiserstraße vornehmen

Anwohnerinitiative ist für Einbahnstraße ab Gildeplatz

Enger geht es nicht. Während der Kanal auf der Kaiserstraße gespült wird (Laster links), begegnen sich Lastwagen, Autos sowie Radfahrer und müssen einander ausweichen.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Blickpunkt Kaiserstraße in Wildeshausen vor wenigen Tagen: Da dort eine Kanalreinigung mit Spülwagen durchgeführt wurde, trafen Laster, Busse, Radfahrer und Fußgänger in einem extrem engen Bereich aufeinander. Es kam zu gefährlichen Situationen im Begegnungsverkehr. Für die Bürgerinitiative ein deutlicher Hinweis darauf, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Seit Jahren ist bekannt, dass die Wittekindstraße und die Kaiserstraße baulich nicht geeignet sind, Lastzug-, Trecker- sowie Busverkehr in beiden Richtungen im Durchgangsverkehr aufzunehmen. Das hat auch ein Gutachten der Planungsgruppe Verkehr für die Stadt Wildeshausen ergeben. Die Experten rieten deshalb dazu, aus der Strecke eine Einbahnstraße zu machen, um nicht Fußgänger und Radfahrer extrem zu gefährden. Außerdem, so die Feststellung, entspricht die Situation nicht den Bestimmungen der Straßenverkehrsordnung.

Bislang gibt es noch keine politische Weichenstellung. Am Donnerstag, 7. Dezember, soll sich aber der Ausschuss für Stadtplanung, Bau und Umwelt mit der Frage beschäftigen, wie die Verkehrsströme zukünftig gelenkt werden können.

Von der Bürgerinitiative liegen mehrere Lösungsansätze vor. Die Anwohner hoffen, dass darüber endlich intensiv diskutiert wird, um schnell eine Entlastung der Straße zu erreichen.

Kombination der Ansätze

Der erste Lösungsansatz sieht die Einrichtung einer Einbahnstraße für die gesamte Wittekind- und Kaiserstraße vor, wie es von der Planungsgruppe Verkehr angeregt wurde. Alternativ könnte eine bauliche Einfahrsperre für größere Fahrzeuge in Höhe der Kurve vor dem ehemaligen Feuerwehrhaus installiert werden. Der Nachteil: Die Sperrung könnte den gefährlichen Begegnungsverkehr nicht komplett unterbinden und die Kaiserstraße ausreichend entlasten.

Aus diesem Grund schlägt die Initiative jetzt eine Kombination der Ansätze vor. Dazu würde die bauliche Einfahrsperre in der Kurve gehören. Die Wittekindstraße würde aber erst hinter der Einfahrt zum Gildeparkplatz zur Einbahnstraße mit freigegebener Fahrtrichtung nach Norden.

Große Vorteile

Als Vorteile nennt die Initiative, dass Autofahrer den Gildeplatz aus beiden Richtungen anfahren und verlassen könnten. Fehlgeleitete Lasterfahrer würden an einer Stelle aufgehalten werden, wo sie noch Gelegenheit zum Wenden hätten. Das wäre am ehemaligen Feuerwehrhaus der Fall.

Ulrich Stolle-Warkotz, Anlieger der Kaiserstraße, geht davon aus, dass die Wendemöglichkeit binnen kürzester Zeit ohnehin nicht mehr gebraucht wird. „Ortskundige und auch Navigationssysteme werden die Route wegen der Einbahnstraße gar nicht mehr ansteuern“, glaubt er. 

Ein weiterer Vorteil des Lösungsansatzes der Initiative wäre es, dass ein Begegnungsverkehr auf Wittekind- und Kaiserstraße unterbunden werden würde. Die Nebenanlagen könnten beispielsweise durch auf die Fahrbahn aufgemalte Radfahrstreifen analog zur Ahlhorner Straße auf die von der Straßenverkehrsordnung geforderte Breite gebracht werden, so ein zusätzlicher Vorschlag.

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