Anwohner klagen über Busse und Lasterverkehr/Politik erhofft sich Vorschläge

Verkehrsgutachten soll Kaiserstraße berücksichtigen

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Ortstermin mit Politik und Verwaltung an der Kaiserstraße.

Wildeshausen - An vielen Stellen der Kreisstadt stockt der Verkehr, bahnen sich Fahrzeuge einen Weg, wo sie nichts zu suchen haben und gefährden andere Beteiligte. Wie es besser gehen und laufen kann, soll mit einem Verkehrsgutachten für die gesamte Stadt ermittelt werden. Auf Lösungen hoffen auch die Mitglieder der Bürgerinitiative Kaiserstraße/Wittekindstraße.

Diese hatten die Vetreter des Bauausschusses und der Stadtverwaltung zu einem Ortstermin eingeladen, um die Situation ganz hautnah zu schildern.

„Die beiden Straßen sind eng und kurvenreich. Es ist Treckern, Lastern und auch Bussen praktisch unmöglich, diese Route ohne mehrfaches Ausholen in den Gegenverkehr oder auf den Bürgersteig zu befahren. Insbesondere vor der scharfen Kurve an der Kaiserstraße kommt es dadurch zu gefährlichen Begegnungen und Rückstaus“, so Anwohner Ulrich Stolle-Warkotz. Das demonstrierte er, indem er auf dem Radweg stehen blieb, als ein Bus in die Kurve fuhr. Der Busfahrer musste, weil er nicht auf den Radweg schwenken konnte, mit dem Fahrzeug auf die Gegenfahrbahn ausweichen.

Am Nadelöhr Pestruper Straße/Kaiserstraße treffen zu den Stoßzeiten Ströme aus Schülern, Bussen und Fahrzeugen von Eltern zusammen. Ein einziger abbiegender Bus blockiert nach Einschätzung der Bürgerinitiative eine ganze Ampelphase. Stolle-Warkotz hatte die Richtlinien für die Anlage von Stadtstraßen von der Forschungsgesellschaft für Straßen- und Verkehrswesen in Köln mitgebracht. Diese Richtlinien sind in der Regel rechtsverbindlich für neue Straßen. Die Wildeshauser Fahrbahnen wurden allerdings schon 1998 gebaut, dennoch ist es auffällig, dass hier nur eine Breite von 5,50 Meter vorhanden ist, wo bei neuen Straßen 6,50 Meter erforderlich sind.

„Die Kaiser- und Wittekindstraße erfüllen in keiner Weise die rechtlich verbindlichen Vorgaben für den Begegnungsverkehr von Bussen und Lastern“, so Stolle-Warkotz.

Da zudem UWG-Ratsherr Hermann Hitz behauptete, dass das damalige Gutachten für den Straßenbau „gefälscht“ wurde, soll nun nach Aussage des Bauausschussvorsitzenden Hartmut Frerichs (SPD) geprüft werden, ob die Straßen den Verkehr aufnehmen können und wie man die Situation entschärfen kann.

Während Frerichs kaum Alternativen zur jetzigen Lage sieht, weil für den Bus- und Schwerlastvekehr auch andere Routen nicht zur Verfügung stehen, wünschen sich die Mitglieder der Bürgerinitiative, dass kurz hinter Zwischenbrücken an der Einmündung zur Kaiserstraße Höhenbeschränkungen aufgestellt werden, sodass Lasterfahrer, die von ihrem Navigationssystem dort hingeleitet werden, rechtzeitig Bescheid wissen. So könnten die Brummi-Fahrer auf dem Parkplatz der Feuerwehr wenden oder die Feldstraße geradeaus fahren, meint Stolle-Warkotz. „Wir suchen den Dialog“, bekräftigte er nach dem Ortstermin. Nun heiße es aber erst einmal warten, bis die Zahlen und Konzepte vorliegen.

dr

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