B-Plan-Änderung nicht im Sinne der Bürger

Anwohner der Kaiserstraße protestieren

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Auf der Huntestraße herrscht viel Verkehr. Aus dem Gebiet soll im Bebauungsplan ein Wohngebiet werden. 

Wildeshausen - Die Anliegergemeinschaft Kaiserstraße fühlt sich bei der gegenwärtigen Änderung des Bebauungsplanes „Heemstraße“, der auch für die Kaiserstraße gilt, von der Politik nicht genügend berücksichtigt und protestiert dagegen in einer Mitteilung an die Presse.

Ziel der Stadt Wildeshausen zur vorliegenden Bauleitplanänderung ist die Anpassung der Festsetzungen an die tatsächlichen Nutzungen im Planbereich. Dazu sollen weite Teile von einem Mischgebiet wieder in ein Wohngebiet geändert werden. Der Bereich der Kaiserstraße ist bereits seit langen Jahren ein reines Wohngebiet.

„Insofern ist dieser Teil der Planänderung nur folgerichtig“, meinen die Anwohner. „Aber damit hört es auch schon auf. Von der allseits gepriesenen Lebensqualität in der Stadt kann hier seit Langem keine Rede mehr sein.“ Sie verweisen auf die Verkehrsbelastung von täglich rund 10. 000 Fahrzeugen laut Gutachten Schubert von 2016, darunter zahlreiche Laster, landwirtschaftliche Fahrzeuge der Agrarindustrie und Omnibusse. Diese belasteten die Anwohner und entwerteten ihre Grundstücke. „Ganz abgesehen davon, müssen die Anlieger auch noch eine neue Straße bezahlen, wenn die alte durch übermäßigen Verschleiß vorzeitig erneuert werden muss – lange wird es nicht mehr dauern“, heißt es in der Mitteilung. 

„Mit einem Wohngebiet hat das absolut nichts zu tun“

„Nunmehr beabsichtigen Stadt, Politik und Wirtschaftsverbände in gegenseitigem Einvernehmen genau daran nicht nur nichts zu ändern, sondern obendrein den gebeutelten Anwohnern auch noch den Lärmschutz aufzubürden. Mit einem Wohngebiet hat das absolut nichts zu tun. Und das alles zum Vorteil der Wirtschaftsverbände und ihrer Gefolgschaft.“

Die Anwohner verweisen auf Beschlüsse zur Umgestaltung von Kaiser- und Wittekindstraße auf Grundlage einer Planung aus dem August/September 1996, die vom Bauausschuss, dem Verwaltungsausschuss und dem Rat der Stadt allesamt einstimmig gefasst wurden. „Sie enthielten Festlegungen, nach denen die Kaiserstraße eben keine innerörtliche Entlastungsstraße wird. Dazu umfassten die Beschlüsse zahlreiche verkehrsberuhigende Elemente. Unter anderem beträgt die Fahrbahnbreite lediglich 5,5 Meter, die Kreuzungs- und Kurvenbereiche wurden eng gestaltet, die Geschwindigkeit auf 30 Stundenkilometer reduziert, eine Gewichtsbeschränkung eingeführt, Omnibuslinien verlegt und einiges mehr. „Die im vorliegenden Entwurf dargelegten Planungsabsichten laufen den Zusagen des Rates an die Anlieger und den zugrunde liegenden Beschlüssen in großen Teilen zuwider“, so die Bürger. „Aus diesem Grund fordern wir die Stadt Wildeshausen, die politischen Vertreter der Stadt und die Wirtschaftsverbände hiermit auf, diese Beschlüsse einzuhalten.“ 

dr

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