Antrag der UWG läuft ins Leere/Alternativen für BLOW suchen

Schnelle Nutzung des Hauses Kleine Straße illusorisch

Kostspielig zu sanieren: das Obergeschoss des Gebäudes.
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Kostspielig zu sanieren: das Obergeschoss des Gebäudes.

Wildeshausen - Der Antrag weckte Hoffnungen, die aber schnell wie eine Seifenblase zerplatzten: Die UWG hatte angeregt, das Gebäude der Stadt an der Kleinen Straße 14 zu sanieren und das Obergeschoss dem Blasorchester Wildeshausen (BLOW) zur Verfügung zu stellen. Das aber, so wurde am Dienstagabend im Bauausschuss schnell klar, ist finanziell sehr kostspielig. Als Empfehlung blieb lediglich, erst einmal zu prüfen, ob die Fassaden der historischen Häuser unter Schutz stehen.

Bei der CDU stieß der Antrag auf völliges Unverständnis. Während Günter Lübke noch moderat erklärte: „Wir sind dafür, dem Blasorchester Räume zur Verfügung zu stellen, aber nicht in dem Haus, weil das zu teuer ist“, sprach Wolfgang Sasse von einem „populistischen Antrag“, „vergeudeter Zeit“ und „schlechter Vorbereitung“ der Initiative. Wenn man Übungsräume brauche, sollte erst geprüft werden, ob Räume der Gilde oder der Musikschule des Landkreises zur Verfügung stehen. „Da zahlen wir jedes Jahr 8000 Euro als Zuschuss“, so Sasse. Eine Nachnutzung des städtischen Hauses sei derzeit utopisch.

Heiner Spille (UWG) erklärte zur Begründung des Antrags, dass seine Gruppe zusammen mit dem Blasorchester das Haus an der Kleinen Straße besichtigt habe. Das Gebäude sei sowohl von den Räumlichkeiten als auch von der Lage als gut geeignete Übungsstätte eingeschätzt worden. „Wir waren aber dann erschrocken, welche Summen die Verwaltung nun genannt hat“, so Spille mit Blick auf die Sanierungskosten in Höhe von 380000 Euro. Hermann Hitz (UWG) unterstellte gar, dass die Summe bewusst so hoch veranschlagt worden sei, um jede Planung zu verhindern. Mitglieder der UWG, die Erfahrungen mit Sanierungen haben, hätten weniger als die Hälfte für die Instandsetzung geschätzt.

Die Überlegungen der Stadtverwaltung in der Ausschussvorlage, dass die Nieberding-Stiftung die Immobilie erwerben, sanieren und dann an die Stadt vermieten könnte, wies Spille gleich ab. „Das haben wir da nicht mit reingebracht.“

„Was soll die Stiftung denn noch leisten?“, fragte Lübke. Immerhin sei sie ebenfalls bei der Frage der Nachnutzung des alten Feuerwehrhauses im Gespräch. Helmut Müller (FDP) machte deutlich: „Wir können die Raumnot des Blasorchesters nicht mit der Sanierung des Gebäudes an der Kleinen Straße vermischen.“

Nun möchte die Politik zunächst geklärt wissen, ob das Häuserensemble mit den historischen Fassaden unter Schutz steht. Dann soll der gesamte Bereich betrachtet werden, der auch für Investoren interessant sein könnte. Die hohen Kosten einer Sanierung schrecken zurzeit alle ab. „Das können wir nicht bezahlen“, bekräftigte Sasse.

dr

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