Antibiotika nur in Nachbarkreisen

Keine Tierarzneimittel im Grundwasser

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Laut einer ersten Untersuchung befinden sich keine Tierarzneimittel im Grundwasser im Landkreis Oldenburg.

Landkreis - Eine niedersachsenweite Sonderuntersuchung zu Tierarzneimitteln (Antibiotika) im Grundwasser hat für den Landkreis Oldenburg keine Befunde ergeben. Zwischen dem 15. Februar und dem 1. Mai dieses Jahres hat der Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) an acht Stellen im Landkreis gemessen. Dabei suchten die Prüfer nach 14 Arten von Antibiotika, die hauptsächlich in der Tierhaltung eingesetzt werden. Dr. Lars Germershausen vom NLWKN stellte das Ergebnis während der Sitzung des Kreis-Umweltausschusses am Dienstag vor.

Insgesamt untersuchten er und seine Kollegen 153 Messstellen in Niedersachsen. Dabei konzentrierten sie sich auf den Westen des Landes. An 19 Orten wurden sie fündig. Allein dreimal im Nachbarkreis Cloppenburg und zweimal im Landkreis Vechta. Doch Germershausen betonte, dass es „allererste Ergebnisse“ seien. Deswegen „ist es schwierig zu sagen, die Ergebnisse sind Fakt“. Aus diesem Grund haben die NLWKN-Mitarbeiter noch einmal gemessen; und zwar zwischen dem 1. September und dem 30. Oktober, um Ungenauigkeiten und Zufallsfunde auszuschließen. Die Ergebnisse liegen noch nicht vor, informierte Germershausen den Ausschuss.

Was allerdings vorliegt, ist ein Wert aus Dötlingen, der auffällt. Um zu bemerken, wenn Antibiotika aus der Human-Medizin zum Beispiel durch ein Leck aus der Kanalisation ins Grundwasser eingedrungen ist und so die Ergebnisse der Messung nach Tier-Arzneimitteln verfälscht, hat das NLWKN nach Spuren von Koffein Ausschau gehalten. Dieser Stoff kommt im Abwasser vor, sein Nachweis würde also auf eine Verunreinigung hinweisen.

Und in der Messstelle „Egypten I“ – etwa zwei bis drei Kilometer nordnordwestlich der Ortschaft Dötlingen – haben die Techniker einen erhöhten Koffein-Wert festgestellt: 12,5 Nanogramm pro Liter. Doch laut Germershausen bedeutet das nicht zwingend, dass die Kanalisation ein Leck hat. „Es gibt eine ganze Menge von Eintragsmöglichkeiten. Es reicht eventuell aus, wenn jemand regelmäßig seine Kaffeefilter auf den Kompost wirft und das Koffein dort einsickert.“

bor

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