Angeblich zu große Konkurrenz

„An‘ner Hunte“ fällt erst mal ins Wasser

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Kommt nicht: „Oli P.“ tritt im Sommer nicht auf der Burgwiese in Wildeshausen auf.

Wildeshausen - Das für Juli geplante große Festival „An‘ner Hunte“ in Wildeshausen fällt aus. Bereits erworbene Karten können an den Vorverkaufsstellen zurückgegeben werden. Laut Veranstalter plant der NDR am gleichen Wochenende, 12. bis 14. Juli, ein Festival mit mehreren 10.000 Besuchern in Vechta.

Angesichts des namhaften Line-Ups und des kostenlosen Eintritts sei das Risiko für „An‘ner Hunte“ zu groß. „Da können wir leider nicht mithalten“, heißt es auf der Facebookseite des Veranstalters. Deswegen teile man schweren Herzens mit, „dass wir das Festival absagen müssen“. Organisatoren sind Elisabeth und Wolfgang Gerdes, die die Großveranstaltung auf der Burgwiese in Wildeshausen in diesem Sommer zum ersten Mal ausrichten wollten.

Seitens der Stadt Vechta wollte man offiziell nicht bestätigen, dass zeitgleich ein großes NDR-Festival geplant ist. Herbert Fischer, Stabsstellenleiter Kultur in der Stadtverwaltung, bezweifelte aber, dass die Wildeshauser Veranstaltung wirklich wegen des vermeintlichen Wettbewerbs abgesagt wurde. Schließlich habe es keinerlei Werbung für ein großes und zeitgleiches Event in Vechta gegeben. Er vermutet, dass höchstens die für Anfang Juni geplante „90er Jahre Party“ auf dem Stoppelmarkt-Gelände eine Konkurrenz darstellt. Auch weil dort ähnliche Musik und teilweise die gleichen Künstler wie in Wildeshausen geplant sind. Die Bewerbung dieser Veranstaltung laufe aber schon sehr lange, so Fischer.

Dem Dementi des Stadtvertreters zum Trotz: Es wäre nicht das erste Mal, dass Vechta Schauplatz einer größeren NDR-Veranstaltung wird. So ging dort 2013 und auch 2014 die Veranstaltung „Stars@NDR 2“ über die Bühne. Größen der Musikbranche wie Nena, Bosse, Christina Stürmer, Pohlmann und Tonbandgerät (2013) sowie Anastacia, Adel Tawil und Frida Gold (2014) lockten zwischen 35.000 und 40.000 Besucher an.

Zurück nach Wildeshausen: Die jetzt verkündete Absage soll nicht das Ende für die groß angelegte 1990er-Party sein. „Natürlich halten wir weiterhin an unserem Konzept fest, planen weiter und hoffen, im nächsten Jahr erstmalig gemeinsam mit euch auf dem Festival feiern zu können“, richten sich die Veranstalter direkt an die interessierten Besucher. Vielleicht klappt es also 2020 mit der Großveranstaltung.  bor

Das war geplant:

An drei Tagen sollten teils namhafte Künstler wie „Oli P.“, DJ Ralf Burnett und „Captain Jack“ auf der Bühne an der Hunte stehen. Zusätzlich war neben einem Rahmenprogramm unter anderem die Cover- und Tribute-Band „Feuerengel“ gebucht, die sich „mit Haut und Haar, Flammenwerfer und Funkenregen ihrem Vorbild ,Rammstein‘ verschrieben hat“, heißt es auf der Homepage der Gruppe.

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