Öffentlichkeit ausgeschlossen

Mit einem Hammer niedergeschlagen: Anklage wegen versuchten Mordes

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Verhandlung hinter verschlossenen Türen: Am Landgericht Oldenburg muss sich ein 18-Jähriger wegen versuchten Mordes verantworten. 

Wildeshausen – Die Tat sorgte in Wildeshausen für große Aufmerksamkeit: Am 19. Dezember 2018 um 8 Uhr wurde ein 44-jähriger Wildeshauser in seiner Wohnung an der Huntestraße so schwer mit einem Hammer auf den Hinterkopf und Oberarm geschlagen, dass er mit lebensgefährlichen Verletzungen ins Krankenhaus Johanneum eingeliefert werden musste.

Die Polizei wertete den Vorfall als versuchten Mord und nahm wenig später einen 18-jährigen Mann als Tatverdächtigen fest. Am Mittwochmorgen begann die Verhandlung gegen den Heranwachsenden vor dem Oldenburger Landgericht. Der mutmaßliche Täter wurde aus der Untersuchungshaft vorgeführt. Die Öffentlichkeit wurde jedoch schon vor der Anklageerhebung vom Prozess ausgeschlossen.

Aus der Presseinformation des Landgerichtes zum Tatvorwurf geht hervor, dass der 18-Jährige den an ihm „sexuell interessierten Mann“ in dessen Wohnung besucht haben soll, um Geld zu entwenden. Mit Hammerschlägen auf Hinterkopf und Oberarm habe er einen Todeseintritt billigend in Kauf genommen. Seinen Plan, die Wohnung ungestört nach Wertsachen zu durchsuchen, sobald der 44-Jährige außer Gefecht gesetzt wäre, habe der Angeklagte aber aufgeben müssen, weil sich der Wildeshauser erfolgreich gewehrt und dem 18-Jährigen den Hammer entrungen habe. Den Angaben zufolge erlitt das Opfer eine Schädelprellung, eine Fraktur sowie Verletzungen am Oberkörper und im Gesicht.

Notruf nach Angriff mit Hammer gewählt

Die Polizei berichtete seinerzeit, dass der Täter geflüchtet war. Das Opfer habe den Notruf wählen können. Eine erste Befragung des Verletzten hatte nach Polizeiangaben eine Beschreibung des Täters ergeben. Doch trotz sofortiger Fahndung habe man den jungen Mann im Nahbereich der Innenstadt nicht mehr finden können, hieß es. Allerdings hätten intensive Polizei-Ermittlungen schon am nächsten Tag um 15.30 Uhr zur Festnahme des dringend tatverdächtigen Mannes geführt. Einen Tag später wurde er durch richterliche Weisung in die Justizvollzugsanstalt gebracht. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Oldenburg wurde Untersuchungshaft wegen versuchten Mordes angeordnet.

Zur Urteilsfindung hat das Landgericht weitere Termine angesetzt, bei denen Zeugen befragt werden sollen. Auch dort ist die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Wann mit einem Urteil zu rechnen ist, steht noch nicht fest. Die Verkündigung ist dann wieder öffentlich.   

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