Jahreshauptversammlung des DRK-Ortsvereins

Angst um Zukunft

Bürgermeister Dr. Kian Shahidi (hinten rechts), Jürgen Vosteen, Margret Hentemann (rechts) und Astrid Zinner (unten rechts) mit den Geehrten.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (jd) · Eine positive Kassenlage, 14 675 erbrachte Stunden, eine Vorsitzende, die einstimmig in ihrem Amt bestätigt wird und viele Mitglieder des Wildeshauser Frauenvereins, die geehrt werden. Das ist in Kurzform die Jahreshauptversammlung, zu der sich die Mitglieder des DRK-Ortsvereins Wildeshausen-Dötlingen gestern im Mehrgenerationenhaus in der Kreisstadt getroffen hatten.

Hierzu konnte Vorsitzende Margret Hentemann neben Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi auch den DRK-Kreisgeschäftsführer Jürgen Vosteen sowie Kreisbereitschaftsleiterin Astrid Zinner begrüßen.

Während ihres Jahresberichts richtete Margret Hentemann einen Appell an den Bürgermeister: „Bitte helfen Sie uns, damit das Mehrgenerationenhaus auch weiterhin bestehen kann.“ Damit sprach sie die Tatsache an, dass die Fördermittel des Bundes in Höhe von 40 000 Euro für das laufende Jahr bereits zugesagt seien und für 2011 noch einmal beantragt werden könnten: „Danach aber ist Schluss. Wir machen uns heute schon Gedanken, wie es dann weiter gehen kann.“ Ihr sei zwar die knappe Finanzlage der Stadt bekannt, aber es sei wichtig, dass die Angebote des Hauses weiter Bestand hätten: „Vielen Familien oder Senioren wäre es nicht möglich, unsere Angebote selbst zu bezahlen. Ihnen fehlt einfach das Geld.“

Und das Angebot im DRK-Haus solle noch weiter ausgebaut werden. So sei eine Kooperation mit dem Senioren-Servicebüro Wardenburg derzeit im Gespräch: „Wir wollen eventuell die Nachbarschaftshilfe anbieten und koordinieren. Dabei geht es um kleine Hilfeleistungen wie das Ersetzen einer Glühbirne oder ähnliches.“ Das Mehrgenerationenhaus nannte Margret Hentemann „einen sehr wichtigen Ort der Stadt Wildeshausen“. Hier träfen sich alle Altersklassen, um gemeinsam in den Gruppen etwas zu unternehmen: „Und das Woche für Woche. Allein sein muss nicht mehr sein. Hier wird die Großfamilie, die es heute eher seltener gibt, gelebt.“

Zum Thema „Kleiderkammer“ führte die Vorsitzende aus, dass auch im dritten Jahr an jedem Donnerstag ein volles Haus zu verzeichnen gewesen sei: „Sehr viele unserer Kunden sind ausländische Mitbürger mit irakischer und kurdischer Sprache. Die Kommunikation würde wesentlich leichter fallen, wenn wir einen Dolmetscher hätten. Dadurch könnte auch die Integration noch besser gefördert werden.“ Allerdings sei von Familienpflegerin Linda Vietor bereits ein Integrationslotse in Aussicht gestellt worden. Im vergangenen Jahr seien insgesamt 38 Tonnen Altkleider nach Beschaffenheit und Größe sortiert worden: „Dafür haben unsere 17 ehrenamtlichen Frauen insgesamt 3 977 Stunden erbracht.“

Zweiter Vorsitzender Günter Warrelmann teilte mit, dass die DRK-Mitglieder im vergangenen Jahr insgesamt 14 675 Stunden geleistet hätten. Davon seien allein 8 276 Stunden auf das Mehrgenerationenhaus und eben fast 4 000 Stunden auf die Kleiderkammer entfallen.

Einstimmig wurde die Vorsitzende in ihrem Amt bestätigt. Diese gab jedoch zu bedenken, dass sie dieses aus privaten Gründen vorerst nur für ein Jahr und nicht für drei Jahre bekleide.

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