Anwohner der Gartenstraße sind verärgert: Autos fahren zu schnell / Polizei will tätig werden / Messgerät und Bußgeld

Angst um ältere Menschen und Kinder

Für Helmut Frede, Arthur Vopel und Thomas Petersen (von links) ist die Ausschilderung eindeutig.

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Die Anwohner der Gartenstraße in Wildeshausen sind ratlos, bangen um ältere Menschen und Kinder. „Ihre“ Straße wird immer häufiger als Abkürzung zwischen Kaiser- und Deekenstraße genutzt. Das aber ist nicht das Problem, sondern vielmehr die Tatsache, dass es sehr viele uneinsichtige Zeitgenossen gibt, die sich nicht an die vorgeschriebene Schrittgeschwindigkeit halten.

„Genau das ist unser Problem, einige Leute brettern hier im wahrsten Sinne des Wortes durch“, sind sich Helmut Frede, Arthur Vopel und Thomas Petersen einig. Sie machen aber auch keinen Hehl daraus, dass es auch den einen oder anderen „Nestbeschmutzer“ (Anwohner) gibt, der sich nicht an die Regeln hält.

Der Betrachter muss kein Geschwindigkeitsmessgerät haben, um festzustellen, dass fast alle Autos deutlich zu schnell sind. Im Rahmen einer von uns durchgeführten „Blitzumfrage“ vertraten in der Tat vier von sechs Autofahrern die Meinung, dass sie auf dieser Straße 30 km/h fahren dürfen. Und das, obwohl die Ausschilderung (Verkehrsberuhigter Bereich) eindeutig ist. „Außerdem habe ich es sehr eilig und sehe ja, wenn Fußgänger auf der Straße unterwegs sind“, war die Antwort einer Autofahrerin.

Da können die Anwohner nur ungläubig mit dem Kopf schütteln. „In der nächsten Woche fängt die Schule wieder an, dann ist hier richtig Betrieb“, sagt Frede. Die Gartenstraße werde nämlich immer dann als Abkürzung genutzt, wenn die Kaiserstraße wegen der Schulbusse „dicht“ sei. Und während des Feierabendverkehrs gegen 17 Uhr. „Häufig habe ich schon beobachtet, dass Kinder, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad auf dem Weg zur Schule sind, in arge Bedrängnis gekommen sind. Aber all das interessiert die Autofahrer nicht“, betont Vopel. Genau das Gegenteil sei der Fall. „Werden die Autofahrer auf ihr Missverhalten angesprochen, geben sie einem auch noch dumme Antworten“, erzählt Frede. Es müsse dringend etwas geschehen. „Und zwar bevor jemand zu Schaden kommt“, betont Thomas Petersen.

Noch gestern hat der Verkehrssicherheitsberater des Polizeikommissariats Wildeshausen, Polizeioberkommissar Rolf Quickert, sich der Sache angenommen: „Durch diese Aussagen sind wir sensibilisiert und werden dort tätig.“ Zunächst wolle er mit den Anwohnern Kontakt aufnehmen, um ein Geschwindigkeitsmessgerät aufzustellen: „Das kann schon etwas helfen, denn die Autofahrer haben ihr Tempo dann direkt vor Augen.“

Ein weiterer Schritt sei die Überwachung des Verkehrs durch Polizeibeamte: „In verkehrsberuhigten Bereichen reicht es aus, die Autos in Augenschein zu nehmen, um nachzuweisen, dass die Geschwindigkeit überschritten wurde. Schon dann wird ein Bußgeld fällig.“

Quickert gibt den Anwohnern voll und ganz Recht, wenn sie ihre Sorge um Kinder äußern: „Die Kleinen sind nicht in der Lage, die Geschwindigkeit eines herannahenden Autos einzuschätzen. Sie haben noch eine völlig andere Sichtweise. Und genau darin liegt eben die Gefahr.“

Dass die Autofahrer die Gartenstraße als Abkürzung nutzten, sei völlig legitim. „Die Straße ist schließlich öffentlicher Verkehrsraum. Aber die Regeln müssen natürlich eingehalten werden. Wenn das nicht der Fall ist, wird die Polizei tätig“, betont Quickert.

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