Angehende Heilerziehungspfleger planen Projekte für Kunden der Himmelsthür

Schüler bauen Sinnesdusche

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Manuela Schirowski, Jan Hüsing, Michaela Bührmann, Jördis Knoblauch und Lisa Spendel (v.l.) laden zu einer Pause ein.

Wildeshausen - Ein Sofa, ein Sinnespfad für die Füße, ein Vogelhäuschen und eine Sinnesdusche – diese vier Angebote sind bei einem gemeinsamen Projekt der Tagesförderstätte der Diakonie Himmelsthür und der Fachschule für Heilerziehungspflege (HEP) der Lebenshilfe in Wildeshausen entstanden. Schüler des ersten Jahrgangs planten ihr Vorhaben im Unterricht, kauften das Material und bauten alles selbstständig zusammen – und Beschäftigte der Tagesförderung machten mit.

„Die Teamarbeit war uns ganz wichtig“, sagen die Lehrerinnen Anne Blömer und Ruth Rathjens. Herbert Kroon von der Tagesförderung ergänzt: „Wir möchten die Schüler für die Himmelsthür begeistern. Sie sagen, es sei positiv, dass die Türen aufgehen. Und natürlich haben auch die Kunden einen Nutzen davon, dass Begegnung stattfindet.“

Für die HEP-Schüler war es zum großen Teil der erste Kontakt mit Beschäftigten in der Tagesförderung. Auch wenn sie die Schule auf dem Gelände der Diakonie Himmelsthür besuchen, sind sie in ihren begleitenden Praktika in vielen anderen Einrichtungen der Behindertenhilfe von Leer über Altenoythe bis Oldenburg tätig. Da Fachkräfte gesucht sind, hat die Diakonie Himmelsthür ein großes Interesse, die künftigen Heilerziehungspfleger an sich zu binden.

Ein ganzer Tag war dem Bau der Objekte gewidmet. Die Schüler hatten sie an den Bedarf der Tagesförderung angepasst. Der Fußpfad ist vor dem Haus Friesland zu begehen, die Sinnesdusche steht im Garten des Hauses Ammerland. Als alles fertig war, krönten Schüler, Lehrer, Kunden und Mitarbeitende der Tagesförderung das Projekt bei Kaffee und Kuchen.

„Es ist sinnvoll, sich mehr zu vernetzen, weil wir voneinander profitieren“, findet Schulleiter Ingo Tietmann, „wir werden das demnächst öfter machen, auch in anderen Bereichen.“

Und wie beurteilen die Schüler ihr Projekt? „Das Miteinander ist so herzlich. Es ist egal, wie man aussieht. Die Menschen nehmen einen so, wie man ist, und wir nehmen sie auch so“, sagt die 21-jährige Lena Domnick aus Oldenburg und schließt: „Wir erlernen einen sehr dankbaren Beruf.“

wk

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