Amtshilfe bei der Flüchtlings-Unterbringung endet im Landkreis Oldenburg am 15. Februar

Flüchtlinge verlassen erste Halle in Wildeshausen

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Mediengruppe Kreiszeitung

Wildeshausen - Das Ende der Amtshilfe bei der Unterbringung von Flüchtlingen in Wildeshausen steht bevor: In der Widukind-Halle leben keine Asylbewerber mehr, und in der Turnhalle des Gymnasiums sind es derzeit weniger als 100. Das bestätigte Landrat Carsten Harings am Montag auf Nachfrage unserer Zeitung. Gleichzeitig sagte er, das Innenministerium habe ihm am Donnerstag telefonisch bestätigt, dass der Landkreis Oldenburg wie geplant und gewünscht zum 15. Februar aus der Amtshilfe entlassen werden wird. Beide Hallen haben zusammen eine Kapazität von rund 500 Schlafplätzen.

Dennoch gibt der Landrat keine Entwarnung. Bis Ende März würden dem Landkreis wöchentlich 94 Flüchtlinge zugewiesen, die auf die Gemeinden verteilt werden müssten. „So wie es im Moment aussieht, brauchen wir eine Pufferzone, um Obdachlosigkeit zu vermeiden.“ Deswegen warte der Landkreis erst einmal ab, ob die Hallen nachhaltig für den Schul- und Vereinssport freigegeben werden könnten. Harings betonte, dass der Landkreis und die Gemeinden weiterhin gemeinsam vor der Aufgabe stünden, die ankommenden Menschen unterzubringen. Dabei unterstrich er den Schulterschluss zwischen den Kommunen.

Am 16. Oktober waren die ersten Flüchtlinge in die Halle am Gymnasium gezogen, weil die Erstaufnahmeeinrichtungen des Landes überlastet gewesen waren. Innerhalb weniger Stunden hatte der Landkreis auf Anforderung aus Hannover die Notunterkunft eingerichtet, die von den Maltesern betrieben und von vielen Ehrenamtlichen unterstützt wird. Auch in den folgenden Wochen waren immer wieder Busse mit Asylbewerbern, teilweise direkt aus Bayern, in Wildeshausen angekommen.

bor

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