Sicherer Weg wird immer teurer

Westring: Ampelanlage kostet 435.000 Euro

Unsicher: Die Querungshilfe ist wenig hilfreich, wenn viel Verkehr auf dem Westring unterwegs ist. Foto: dr

Wildeshausen - An der Notwendigkeit, eine sichere Querung über den Wildeshauser Westring in Höhe des Barg-loyer Weges zu schaffen, zweifelt in der Politik niemand. Allerdings sind die Kosten wegen diverser Auflagen mittlerweile um mehr als das Vierfache gestiegen. Die Stadtverwaltung hatte ursprünglich, das war vor mehr als zwei Jahren, rund 115 .000 Euro für die Ampel eingeplant, mit deren Hilfe Radfahrer und Fußgänger aus den neuen Baugebieten über die viel befahrene Straße kommen sollen.

Da die Niedersächsische Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr (NLStV) jedoch einige Änderungswünsche hatte, verzögerte sich die Realisierung immer mehr und das Projekt wurde teurer. „Wir haben die Summe von 435.000 Euro in den Haushalt einstellen müssen“, so Wildeshausens Stadtpressesprecher Hans Ufferfilge. „Unser Ingenieur bereitet jetzt die Ausschreibungen für die Realisierung des Projektes vor. Wenn der Haushalt genehmigt ist, werden wir sie veröffentlichen und schnellstmöglich mit dem Bau beginnen.“

In dem betreffenden Bereich ist eine Signalanlage für alle vier Knotenpunkte vorgesehen. Wie die Ampel schließlich geschaltet wird, müssen die Straßenverkehrsbehörde und die Stadt klären. Denkbar wäre an der Stelle beispielsweise eine Dunkel-ampel, die von Fußgängern oder Radfahrern betätigt werden könnte.

Der Wunsch, eine Ampel zu installieren, stammt ursprünglich von Ratsherr Jens-Peter Hennken. Er hatte Ende 2016 einen Antrag gestellt. Es wurden daraufhin die nötigen Mittel im Haushalt eingeplant. Die Realisierung kam jedoch ins Stocken, weil die übergeordneten Behörden Klärungsbedarf sahen. Außerdem sollte die Zahl der Verkehrsteilnehmer erfasst werden. Das geschah im September 2017. Trotz der zu niedrigen Querungszahlen genehmigten die NLStV sowie das Straßenverkehrsamt des Landkreises Oldenburg eine Ampelanlage mit Blick darauf, dass wegen der neuen Baugebiete mit deutlich mehr Verkehr zu rechnen ist.

Zu den Baumaßnahmen gehört dem Vernehmen nach, dass die Verkehrsinseln in der Einmündung des Bargloyer Weges und der Bargloyer Straße entfernt werden müssen, um die Abbiegevorgänge zu vereinfachen. Die Nebenanlagen des Bargloyer Weges für Fußgänger sowie Radfahrer sollen zudem breiter und die Fahrbahn verengt werden. 

dr

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