Gefahrloseres Queren der Harpstedter Straße möglich

Ampel zeigt ab Montag „grünes Licht“

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Noch sind die Drücker an den Ampeln verklebt, ab Montag soll es jedoch „grünes Licht“ geben.

Wildeshausen - Die Straßenmarkierungen sind aufgebracht, die Ampelmasten an der Harpstedter Straße in Wildeshausen stehen seit Wochen, doch noch sind die Drücker an den Signalanlagen verklebt, und es fehlen Grün- und Rotlichtanzeige. Am Montag wird jedoch die Schaltung abgenommen, und dann ist – vorausgesetzt, dass alles läuft – die lang ersehnte Querung mit Insel in Betrieb.

Es handelt sich um eine Fußgängerdunkelampel, die nur dann aufleuchtet, wenn es Bedarf dafür gibt. Damit wird ein lang gehegter Wunsch vieler Wildeshauser erfüllt, denn die Querung der viel befahrenen Straße ist oft gefährlich, weil viele Fahrzeuge schneller als erlaubt unterwegs sind.

Vorhandene Querungshilfe war nicht groß genug für Kinderwagen und Fahrräder

Es gab im Verlauf der Strecke bereits einen Todesfall im Dezember 2012, zudem befindet sich dort seit wenigen Jahren ein Wohnprojekt der Diakonie Himmelsthür. Auch Bewohner, die vom Zentralgelände an der Dr.-Klingenberg-Straße kommen und gehandicapt sind, queren die Strecke, um zu den Einkaufsmärkten zu gelangen – ebenso wie Schüler auf dem Weg in die Stadt und die Anwohner aus den Seitenstraßen.

Bereits am 14. September 2013 hatte die SPD-Fraktion im Stadtrat den Antrag gestellt, eine sichere Querungshilfe in Form eines Zebrastreifens oder einer Ampelanlage zu schaffen. Die Sozialdemokraten monierten, dass die vorhandene Querungshilfe ihren Zweck nur sehr bedingt erfüllt, da die Fläche in der Mitte viel zu klein für Kinderwagen und Fahrräder sei.

Landkreis sah keine Notwendigkeit, Stadt hingegen schon

„Von Anwohnern wird berichtet, dass die meisten Autofahrer keine Rücksicht nehmen und wenige anhalten, wenn jemand über die Straße gehen möchte“, erklärten die Sozialdemokraten. Durch Aldi und Netto habe zudem der Fahrzeugverkehr wie auch die Zahl der Menschen, die in diesem Bereich die Straße queren, zugenommen.

Der Landkreis hatte die kostenpflichtige Einrichtung einer Fußgängerampel abgelehnt. Er hatte jedoch keine Bedenken dagegen, eine Dunkelampel auf Kosten Dritter anzuordnen. Der Verwaltungsausschuss der Stadt Wildeshausen sah am 23. April 2015 die klare Notwendigkeit für eine Ampel und beschloss, die Kosten zu übernehmen.

dr

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