Dokumentation zu Thema „Beerland“

Amerikaner filmt das Gildefest

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Aufmerksamen Wildeshausern ist während der Festtage immer wieder ein Kamerateam aufgefallen, von dem niemand so richtig wusste, für wen es tätig war. Es handelte sich um den amerikanischen Dokumentarfilmer und Filmpreisträger Matt Sweetwood mit Team, der die Wittekindstadt für Dreharbeiten zu seinem aktuellen Projekt „Beerland“ besucht.

Nach Einschätzung des Dokumentarfilmers ist das Leben in Deutschland ohne Bier so nicht vorstellbar. Bier ist in seinen Augen ein Katalysator für gute Laune. Es ist aber auch traditionelles Getränk, Inhalt von Ritualen und nicht zuletzt Genussmittel. „Seit ich vor über 15 Jahren meine Heimat in Missouri verließ, um ein neues Leben in der Fremde zu beginnen, habe ich in Deutschland eine Menge wichtiger Dinge lernen und einigen weniger wichtigen Lebensweisheiten nicht entgehen können“, so der Filmer. „Eines der letzten großen Geheimnisse allerdings wartet noch auf seine Aufklärung, und so habe ich beschlossen, mich aufzuopfern für eine Forschungsreise in die deutsche Bierkultur.“

Das Team drehte auch während des Königsschießens.

Im Rahmen seiner Recherchen stieß der 39-Jährige auf die Internetseite des „Blüsen-Bier-Clubs“ (BBC). Bei der Kontaktaufnahme entstand die Idee, das Gildefest, das thematisch gut in das Filmkonzept passt, aus den Augen eines Gildeclubmitglieds zu dokumentieren. In Wildeshausen wurde Sweetwood mit seinem Team, einem Kameramann und einem Tontechniker, seit Sonnabend überall gesichtet, wo gefeiert wurde. „Die Stadt und ihr Gildefest sind eine Haltestelle in dem Film, an der ich tiefe Einblicke in die deutsche Bierkultur gewinnen konnte“, zeigte sich der Dokumentarfilmer begeistert. Um authentische Eindrücke zu sammeln, trat Sweetwood in die Schützengilde ein und bewarb sich erfolgreich als Anwärter im Blüsen-Bier-Club, bei dem er dann auch die Frack-Probe absolvierte.

„Matt hat sich hervorragend auf Wildeshausen, das Gildefest und die Anwärterschaft im BBC vorbereitet“, so BBC-Mitglied Dennis Dohle. „Wir waren begeistert, wie er mit seiner Offenheit und mit seinem echten Interesse unsere Tradition gewürdigt hat.“ Durch diese persönliche Verbundenheit seien die Kamera und das Team schnell vergessen gewesen. „Ich bin mir sicher, dass wir Matt nicht das letzte Mal in Wildeshausen gesehen haben“, sagt Dohle.

Der Film „Beerland“ wird voraussichtlich ab Mitte 2011 bei ausgewählten internationalen Filmfestivals gezeigt.

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