Verwaltung will 50. 000 Euro pro Jahr für Malerarbeiten sparen

Aluplatten versiegeln Holzrahmen am Kreishaus

Die alten Holzrahmen sind teilweise nicht mehr hübsch anzuschauen. Um sie zu erhalten, müssen regelmäßig Maler zum Streichen anrücken. Diese Kosten möchte sich der Kreis sparen.

Wildeshausen - Von Ove Bornholt. „Servus“ heißt es zurzeit beim Kreishaus in Wildeshausen. Handwerker aus Oberösterreich sind an den Fenstern des Verwaltungsgebäudes zugange. Langfristig will der Kreis durch die Arbeiten mehrere Zehntausend Euro pro Jahr einsparen.

Die Veterinärbehörde und Teile des Straßenverkehrsamts sind aktuell eingerüstet. Vorzugsweise im Schatten kleben und klemmen die Handwerker anthrazitfarbene Aluplatten mit einem kleinen Abstand, damit die Luft noch zirkulieren und eventuelle Feuchtigkeit entweichen kann, auf die Holzrahmen der Fenster. Die sind noch original, inzwischen 30 Jahre alt und mussten bisher regelmäßig neu gestrichen werden. Kostenpunkt: rund 50 000 Euro pro Jahr.

„Besonders die Fenster an der West- und Südseite leiden“, weiß Ludger Krone, stellvertretender Leiter des Hochbauamts. Zum Vergleich geht er ins Foyer und betritt den rückwärtigen Bereich des Kreishauses. Dort sind einige der Fensterrahmen mehr als ausgeblichen. Vom einst kräftigen Grün ist kaum noch etwas zu sehen. „Dabei ist das Holz meist in einem guten Zustand“, informiert Krone. Auch die Verglasung sei hochwertig. Problematisch ist in seinen Augen, dass die Rahmen nur lasiert und nicht überstrichen wurden. „Das war in den 1980er-Jahren ganz modern.“ Aber dadurch halte das Holz der Witterung nur für kurze Zeiträume stand. Das Problem betrifft das ganze Kreishaus, sprich mehrere Hundert Fenster.

Einer der Arbeiter klebt eine Aluplatte auf einen Holzrahmen am Veterinäramt. - Fotos: bor

Die Aluplatten sollen nun Abhilfe schaffen. Vor zwei Jahren wurden bereits Teile des Straßenverkehrsamts und das Jobcenter damit verkleidet. Allerdings ging die beauftragte Firma aus Ganderkesee pleite, sodass der Kreis die Leistung neu ausschreiben musste. Über fünf Jahre verteilt, damit nicht am ganzen Gebäude gleichzeitig gebaut und das jährliche Budget nicht übermäßig belastet wird. Zudem braucht es die entsprechende Witterung, um arbeiten zu können. Insgesamt fallen rund 800 000 Euro für die Verblendung an.

Eine Investition, die sich rechnet, findet Krone. „Die Aluplatten halten die nächsten 20 Jahre“, ist er überzeugt. Und auf diese Zeit hochgerechnet, lägen die Einsparungen deutlich über den jetzigen Aufwendungen. Energetisch oder wärmedämmend wirkt die Verblendung übrigens nicht. Die Rollläden vor den Fenstern werden nur für die Arbeiten abgebaut und dann wieder raufgesetzt.

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