Eigentümer im Gespräch mit der Stadt

Altes Revier in Wildeshausen komplett verkauft

Verkauft: Die Gebäude an der Herrlichkeit sollen zukünftig neu genutzt werden.
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Verkauft: Die Gebäude an der Herrlichkeit sollen zukünftig neu genutzt werden.

Das alte Polizeirevier an der Herrlichkeit in Wildeshausen ist nun komplett verkauft. Und der Landeshaushalt profitiert stärker als erwartet.

Wildeshausen – Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Wildeshausen erhält an der Herrlichkeit neue Nachbarn. Wie Andreas Janke vom Landesliegenschaftsfonds in Oldenburg auf Nachfrage mitteilte, hat er im Auftrag des Landes neue Besitzer für die drei denkmalgeschützten Immobilien der Polizei im Schatten des Gotteshauses gefunden. Ob es drei neue Besitzer gibt oder ein Interessent mehrere Gebäude erworben hat, verrät Janke nicht.

Alle Käufer kommen aber aus dem Landkreis Oldenburg. Klar ist auch, dass das Land mehr einnimmt als die zunächst aufgerufenen 1,2 Millionen Euro. „Wir sind mit dem Ergebnis sehr zufrieden“, so Janke. Deshalb gehe er auch davon aus, dass der Landtag dem Verkauf der Gebäude zustimmen werde. Die Einnahmen sollten schließlich mit den Ausgaben für das neue Polizeidomizil an der Daimlerstraße in Wildeshausen verrechnet werden. „Spätestens Ende Januar kommt bei uns Geld an“, kündigt Janke an.

Dritte Bieterrunde für Haus Nummer 15

Die beiden Gebäude Herrlichkeit 9 und 11 hatte er bereits zum 1. Dezember veräußert. Das Haus mit der Nummer 15 wurde in einer dritten Bieterrunde noch einmal aufgerufen, hat aber seit einer Woche ebenfalls einen Käufer. Alle drei Verkaufsverträge müssen nun allerdings noch vom Notar beurkundet und die Objekte ins Grundbuch eingetragen werden. Zunächst muss die Stadt Wildeshausen allerdings förmlich auf ihr Vorkaufsrecht verzichten. „Davon gehe ich aus“, so Janke. „Denn sonst hätte die Stadt die Häuser ja zum niedrigeren Verkehrswert erwerben können.“

Das größte Gebäude, das den Besitzer wechselt, ist die ehemalige Wache mit Zellentrakt, Garage und Sporthalle, die zunächst für 545 000 Euro angeboten wurde. Die Immobilie wurde 1925 errichtet, lange Zeit als Schule und seit Mitte der 80er-Jahre als Polizeidienststelle genutzt. Zur Verfügung stehen 16 Zimmer auf einer Wohnfläche von 700 Quadratmetern. Das Grundstück ist 3 400 Quadratmeter groß.

„Der Käufer hat bereits mit der Stadt gesprochen“, so Janke. Man habe ihm dort signalisiert, dass die geplante Nutzung grundsätzlich befürwortet werde.

Gespräche mit Interessenten

Ganz so weit möchte Stadtpressesprecher Hans Ufferfilge aber auf Nachfrage nicht gehen. Man habe Gespräche mit mehreren Interessenten geführt, sagt er. Eine Entscheidung zur Bebauungsplanänderung stehe aber immer unter dem Vorbehalt der politischen Beratung und Entscheidung. Die Stadt sei jedoch selbstverständlich daran interessiert, möglichst zügig und positiv voranzukommen. Dazu sei es aber entscheidend, die Pläne von allen Erwerbern zu kennen, um einen Bebauungsplan für den gesamten Bereich aufzustellen.

Das betrifft auch das Nachbargebäude (Herrlichkeit 11), das für 365 000 Euro angeboten wurde, und das dritte Gebäude des ehemaligen Reviers an der Herrlichkeit 15 neben dem Restaurant „Altes Amtshaus“. Hier wurden 280 000 Euro aufgerufen, und es gab besonders viele Bewerber.

Bei der Immobilie aus dem Jahr 1897 handelt es sich um das alte, ebenfalls denkmalgeschützte Amtsgericht der Stadt. Elf Räume befinden sich auf 280 Quadratmetern Nutzfläche. Das Grundstück ist 780 Quadratmeter groß.

Janke kann wohl bald einen Schlussstrich unter seine Bemühungen ziehen und sagt schon jetzt: „Es ist deutlich besser gelaufen als gedacht.“

Nun muss sich zeigen, ob die Stadt mit den Wünschen der Erwerber einverstanden ist. Janke ist da positiv gestimmt. „An der Herrlichkeit werden bald Bauschilder stehen“, sagt er. Ein neuer Besitzer habe zudem schon die Genehmigung erhalten, einen verkehrsgefährdenden Baum zu fällen. Bleibt abzuwarten, was in dieser Ecke der Stadt noch passiert.

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