Bilder von Jan Groenmeyer

„Altertümliche Ansichten“ ganz neu in Kalenderform

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So stellte sich Jan Groenmeyer den Überfall auf Wildeshausen im markgräflichen Kriege 1554 vor.

Wildeshausen - Die Stadt Wildeshausen hat eine lange und wechselvolle Geschichte. Teile dieser Historie können die Bürger jetzt auf Bildern in einem Kalender verfolgen, den Heimatforscher Alfred Panschar vom Bürger- und Geschichtsverein veröffentlich hat.

Auf den zwölf Kalenderblättern sind Bilder des Wildeshauser Künstlers Jan Groenmeyer abgebildet, die unter anderem Szenen mit dem Sachsenherzog Wittekind, aus der mittelalterlichen Stadt sowie dem Dreißigjährigen Krieg zeigen.

Über den Lebenslauf des Künstlers ist nicht viel bekannt. In einem Aufsatz hat Heinrich Boning auf der letzten Kalenderseite zusammengefasst, was er in Erfahrung bringen konnte. So beispielsweise, dass Groenmeyer 1903 in Emden geboren wurde. Später zog die Familie nach Wildeshausen, wo der Vater ein Fotoatelier betrieb, das weit über die Grenzen der Stadt hinaus bekannt war.

Während der Inflationszeit nach dem Ersten Weltkrieg legte die Stadt Wildeshausen eine Notgeldserie auf. Die Gestaltung der Scheine lag in den Händen des Hoteliers Karl Stegemann. Für ihn gestaltete Jan Groenmeyer das Geld mit heimischen Motiven. Der Künstler war nach den Recherchen Bonings wohl regelmäßig Besucher in Stegemanns Hotel und beglich seine Rechnungen um 1933 herum damit, dass er dem Wirt kleinformatige Gemälde mit Bildern aus der Stadtgeschichte und von Sehenswürdigkeiten zeichnete.

Peter Stegemann erbte die Bilder und verwahrte die kiloschweren Alben. „Sein Verdienst ist es, dass die hübschen kleinen Kunstwerke nicht im Reißwolf landeten“, so Boning. Aber es war wohl auch Willi Blenski, der dafür sorgte. Dieser war um die Jahrtausendwende Fachbereichsleiter im Stadthaus, erfuhr von den Gemälden und beauftragte Panschar, die Werke abzufotografieren, um sie der Nachwelt zu erhalten. „Es gab die Genehmigung, dass wir das später veröffentlichen dürfen“, so Panschar. Die Aufnahmen seien jetzt im Besitz des Bürger- und Geschichtsvereins. Er habe sie nun genutzt, um den Kalender zu veröffentlichen.

„Wildeshausen in altertümlichen Ansichten“ ist ab jetzt in den beiden Buchhandlungen der Stadt sowie in der Tourist-Information im Stadthaus für 19,80 Euro erhältlich.

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