Alternativroute nicht durch B-Plan erlaubt

Neuer Poller ein Possenspiel?

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Hier geht es bald nicht mehr weiter.

Wildeshausen - Mit einigem Erstaunen haben Ratspolitiker auf die Mitteilung der Wildeshauser Stadtverwaltung reagiert, dass auf der Straße „Am Reepmoor“ ein Poller aufgestellt werden soll, der den Durchgangsverkehr in Richtung Wohngebiet „Vor Bargloy“ unterbinden soll. Autofahrer müssen somit den von der Stadt vorgesehenen Weg über den Westring nehmen, um über den Bargloyer Weg zu ihren Eigenheimen zu kommen.

Für Helmut Müller (FDP) klingt das wie der Hohn. „Wenn man sich den Bebauungsplan ansieht, ist dort eingetragen, dass der Bargloyer Weg hinter der Kapitän-Strasser-Straße auf einer Strecke von 20 Metern lediglich von Fußgängern und Radfahrern genutzt werden darf.“ Tatsächlich fahren dort aber schwere Baustellen-Fahrzeuge sowie die Anwohner mit ihren Autos, weil sie ja irgendwie ins Baugebiet kommen müssen.

„Wege sind dazu da, dass man darauf fahren kann“, so Müller, der kein Verständnis für einen Poller auf der Straße „Am Reepmoor“ hat. „Es gibt dort keinen Handlungsbedarf“, sagt er. „Laster dürfen da ohnehin nicht durchfahren. Und warum sollen dort nicht Autos unterwegs sein?“

Auch Wolfgang Sasse fehlt jedes Verständnis für die Maßnahme, die diese Woche ausgeführt werden soll. „Das wurde weder im Rat noch im Verwaltungsausschuss diskutiert“, sagt der Christdemokrat. „Wir hätten gerne eine Begründung.“ Der schlecht ausgebaute Weg sei immerhin eine Alternative, wenn der Westring völlig überfüllt ist. Es handele sich um einen Realverbandsweg, der ohnehin bald von der Stadt erworben werden müsse, um Entlastung zu schaffen. „Wir müssen den Verkehr verteilen“, so Sasse. Es könne nicht angehen, dass der Fahrzeugfluss nur über den Bargloyer Weg geführt werde.

Der Poller soll offenbar aufgrund von Beschwerden der Anwohner aufgestellt werden. Diese hatten den zunehmenden Verkehr beobachtet. Während eines Ortstermins vereinbarten Stadtverwaltung, Realverbandsvertreter und Anwohner, die Durchfahrt zu unterbinden. Die Politik war daran nicht beteiligt. Und so wie es aussieht, wird sie sich jetzt vehement zu Wort melden. „Wenn das kommt, müssen wir uns noch ganz andere Straßen ansehen“, erklärt Müller. Beispielsweise den Lehmkuhlenweg. Dort dürfte laut Bebauungsplan kein Durchgangsverkehr herrschen. Doch niemand kümmere sich darum, dass die Straße offen sei und somit Laster durchs Wohngebiet fahren würden. Ein Poller könnte das verhindern. Dort sei aber keiner vorgesehen.

dr

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