„Am Spascher Wald“: Rückbau aufwendiger als gedacht / Baustart in 2020

Alte Kaserne macht viel Arbeit

Vor der Erschließung müssen Panzerstraßen und Kasernengebäude entfernt werden. Das dauert länger als geplant. Foto: dr

Wildeshausen – Die Bundeswehr ist seit rund zwölf Jahren vom Gelände der Wittekindkaserne in Wildeshausen weggezogen. Doch die Hinterlassenschaften des rund 40-jährigen Aufenthalts wirken nach. So verzögern sich die Rückbauarbeiten für das geplante Wohngebiet „Am Spascher Park“, weil sich nach Auskunft der Immobiliengesellschaft die soliden Stahlbetonkonstruktionen der alten Kaserne hartnäckig halten.

„Da die Dauer des Rückbaus der Panzerstraßen, Keller, Bunker, Fernwärmeschächte, Versorgungsleitungen und Kanäle im Moment noch nicht festgelegt werden kann, gibt es noch kein festes Datum für einen Verkaufsstart“, heißt es im Newsletter, der an alle Interessenten verschickt wird. „Sobald wir die nötigen Fakten vorliegen haben, werden wir den Zeitpunkt bekannt geben.“

Nach Auskunft von Marketing-Direktor Ingo Stritter sind auf dem Gelände 47 Grundstücke parzelliert. Derzeit laufen die Ausschreibungen für die Erschließung. Mit dem Grundstücksverkauf ist frühestens ab Frühjahr 2020 zu rechnen. Offenbar möchten bereits einige Interessenten im neuen Wohngebiet ein attraktives Areal reservieren. Das ist aber noch nicht möglich. Alle Bewerber sollen gleichzeitig per Newsletter informiert werden. Nach dem Prinzip „Wer zuerst kommt, mahlt zuerst“ kann dann die notarielle Beurkundung des Kaufvertrags erfolgen. Wie teuer die jeweiligen Grundstücke werden, steht auch noch nicht fest, denn erst, wenn alle Kosten der Gesamtentwicklung des Spascher Parks vorliegen, sollen die Verkaufspreise kalkuliert werden.

Die Spascher Sand Immobiliengesellschaft teilt ferner mit, einige Interessenten hätten sich besorgt darüber gezeigt, dass möglicherweise Kampfmittel oder Kriegsrückstände auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände zu finden seien. „Wir können aber bestätigen, dass das gesamte Spascher-Sand-Gelände, also Resort und Spascher Park, untersucht wurde. Ein Bodengutachten bestätigt, dass das Areal einwandfrei ist“, heißt es im Newsletter.

Es handele sich um eine Nachkriegskaserne. Bereits vor dem Bau sei das Gelände von der Bundeswehr umfangreich gesichert worden. Es bestehe kein Grund zur Sorge. „Seitdem wir hier tätig sind, ist es zu keinerlei Verzögerungen oder Beeinträchtigungen von Bauvorhaben jeglicher Art durch Kriegsrückstände gekommen“, heißt es vom Bauherrn.  dr

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