Alte Halle für Autohaus, Kleiderkammer für Landkreis, Haus für Flüchtlinge?

Bauantrag für Bahnhofshalle bringt Bewegung in die Stadt

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Neben dem Wildeshauser Bahnhof soll schon bald eine neue Lagerhalle gebaut werden.

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Der Bauantrag für eine neue Halle am Wildeshauser Bahnhof ist gestellt. Nun geht es um die Frage, wie viele Parkplätze dort in Zukunft noch zur Verfügung gestellt werden sollen und wann gebaut werden kann. Auf ein positives Votum hoffen einige Beteiligte in der Stadt, denn wenn die neue Halle steht, könnte eine Art Kettenreaktion in Gang gesetzt werden.

Seit einem halben Jahr liegt die Fläche neben dem Bahnhofsgebäude brach, nachdem ein Großfeuer das Gebäude in Schutt und Asche gelegt hatte. Doch zum Jahreswechsel hatte Besitzer Frank Stöver einen Vertrag mit dem Roten Kreuz geschlossen, dass in einer neuen Halle die Kleiderkammer, der Fuhrpark und Material für die Blutspendeaktionen untergebracht werden soll. Zudem möchte Stöver auch anderen die Möglichkeit bieten, Lagerplatz anzumieten. Die Halle soll nach Möglichkeit bereits im Sommer stehen.

Der Vertrag mit der Stadt über den Kauf des Bahnhofsgeländes aus dem Jahr 2011 sieht jedoch vor, dass Stöver in und vor der Halle 70 Parkplätze zur Verfügung stellt. Diese gab es in der Vergangenheit nicht in dieser Zahl und soll es in der Zukunft auch nicht geben – weil die Nachfrage nicht vorhanden ist.

„Ich hatte seit 2011 zunächst gratis Plätze angeboten“, so Stöver, der später einen Schlagbaum aufstellen und eine geringe Gebühr erheben wollte. „Doch seitdem ich das per Zettel angekündigt hatte, hat dort niemand mehr geparkt.“ Aus diesem Grund möchte Stöver nun den Vertrag anpassen und macht deutlich: „Das ist auch ausdrücklich in der Vereinbarung vermerkt für den Fall, dass sich bestimmte Vorstellungen nicht realisieren lassen.“ Ziel soll es nun sein, weniger Parkplätze zur Verfügung zu stellen und die Halle möglichst schnell zu errichten.

Wenn das Rote Kreuz dort einzieht, besteht die Hoffnung, dass die alte Halle an der Glaner Straße, die noch vom DRK genutzt wird, verkauft werden kann. Sie gehört der Stadt und das benachbarte Autohaus Beier möchte das Grundstück erwerben, weil die Stellfläche für den Betrieb mittlerweile viel zu klein ist.

Die Gebäude des DRK am Grünen Weg, ein Wohnhaus und die Halle, hat unterdessen Stöver zum Jahreswechsel erworben. Das Wohnhaus mit zwei Wohnungen für jeweils fünf Personen wird jetzt saniert und an die Stadt zur Flüchtlingsunterbringung vermietet. Die Kreisverwaltung möchte gerne die Halle anmieten und hat die Immobilie bereits besichtigt.

Somit hängt nun alles an einer Baugenehmigung vom Landkreis für die neue Halle und einer Änderung der Nutzungsvereinbarung zwischen der Stadt und Stöver. Darüber wird voraussichtlich am 18. Februar in öffentlicher Bauausschusssitzung diskutiert, und möglicherweise kommt dann richtig Leben auf das Gelände am Bahnhof.

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