Anwohner am Zuschlagsweg verärgert

Alte Buchen müssen für neue Gebäude weichen

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Einige alte Buchen wurden bereits abgesägt und auf dem Grundstück übereinandergestapelt. 

Wildeshausen - Zahlreiche Anwohner des Zuschlagsweges und der Ratsherr Hoopmann-Straße in Wildeshausen sind verärgert und erstaunt. Auf einem baumbestandenen waldähnlichen Grundstück zwischen der Dr.-Klingenberg-Straße sowie dem Zuschlagsweg wurden Ende Juni einige alte Buchen gefällt. „Und das in der Brut- und Setzzeit“, kritisiert unter anderem Nachbarin Uta Barth. „Hätte man da nicht warten können?“

Man hätte die Zeit in der Tat verstreichen lassen können, aber nach Auskunft der Stadt Wildeshausen sowie der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Oldenburg, ist das nicht zwingend erforderlich. Auf dem Areal sind nämlich Bauteppiche vier Doppelhäuser geplant. Überall dort, wo die Gebäude stehen werden, sind das ganze Jahr über Fällungen erlaubt. „Allerdings muss dem Naturschutz Genüge getan werden“, so Jörg Brümmer von der Unteren Naturschutzbehörde. Dies werde aber nicht konkret überprüft, vielmehr müsse der Bauherr das eigenverantwortlich zusichern.

Wegen der Hinweise aus der Nachbarschaft war Brümmer jedoch vor Ort und hat nachgeschaut, ob Brutplätze in Mitleidenschaft gezogen wurden. „Das war aber nicht der Fall“, erklärte er auf Nachfrage. „Es ist alles in Ordnung.“

Nach den Festsetzungen des Bebauungsplanes Zuschlagsweg handelt es sich bei dem baumbestandenen Areal um ein Wohngebiet. „Faktisch ist es aber derzeit noch ein Wald“, so Brümmer. Die Bäume auf den zukünftigen Bauplätzen könnten deshalb ohne Ersatzmaßnahmen gefällt werden.

Das gilt jedoch nicht für den gesamten Bereich. Nach Auskunft der Wildeshauser Stadtverwaltung sind auf dem Gelände einige Bäume mit größerem Stammumfang eingetragen, die auf keinen Fall gefällt werden dürfen. Das werde auch überprüft. Ausnahmen seien lediglich möglich, wenn es beispielsweise für eine Zufahrt keine andere Möglichkeit gibt. Dann sind allerdings Ersatzpflanzungen vorzunehmen.

Laut der Naturschutzbehörde würde auch eine Baumschutzsatzung in Wildeshausen nichts an der derzeitigen Sachlage ändern, weil das Baurecht in diesem Fall vorgeht. Von daher müssen die Anwohner damit rechnen, dass auch in Zukunft noch die Säge kreischt und Bäume fallen. 

dr

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