Vor fünf Jahren haben Nicolle und Frank Stauga das Gasthaus übernommen

Das „Alte Amtshaus“: Liebe auf den ersten Blick

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Vor Smoker und Holzhütte im Amtshaus-Garten: Nicolle und Frank Stauga legen auf uriges Flair und stimmige Details ebenso viel Wert wie auf die stilvolle und besondere Küche.

Wildeshausen - Von Anja Nosthoff. Sein Herz gehört seiner Nicolle, doch vor etwas mehr als fünf Jahren geschah es, dass der Gastronom und Spitzenkoch Frank Stauga sich noch einmal verliebte. Und zwar in den Anblick des Gasthauses, das unter seiner Regie in den vergangenen fünf Jahren zu einem absoluten Renner in der Wittekindstadt wurde. Das „Alte Amtshaus“ im Schatten der Wildeshauser Alexanderkirche, mit idyllischer Außenterrasse und altem Baumbestand, hatte es ihm auf Anhieb angetan.

Am 15. Juni 2012 öffnete Stauga erstmals die Türen des Hauses. Zur Feier des fünfjährigen Bestehens verwöhnte das Team die Gäste am Donnerstagabend mit einem abwechslungsreichen Büfett – unter anderem mit Spargel, Flammlachs und Spezialitäten vom Barbecue-Grill. Ab 20 Uhr begeisterte die Wildeshauser Blues-Band „Twelve BB“ mit einem Konzert.

Gasthaus neben Kirche - „konnte nur ein gutes Omen sein“

„Ein historisches Gasthaus neben einer Kirche – das konnte nur ein gutes Omen sein“, beschreibt Stauga sein Gefühl bei der ersten Besichtigung. Schließlich war er aus seiner langjährigen Tätigkeit als Küchenchef in der Verdener „Domschänke“ eine ähnliche Umgebung gewohnt. In Wildeshausen sind der Verdener und seine Frau mittlerweile heimisch geworden. Nach drei Jahren als Pächter sind die Staugas seit November 2015 Eigentümer des „Alten Amtshauses“. 

Erst in der vergangenen Woche brachte Stauga nun einen weiteren langgehegten Traum in trockene Tücher: Er erwarb die Verdener „Domschänke“ und arbeitet nun mit seinem Partner Martin Fenzau daran, das Top-Restaurant nach zweijähriger Ruhephase wieder zu eröffnen und mit neuem Leben zu erfüllen. Als Küchenchef und Teamleiter ist Fenzau ständig in Verden vor Ort, während Stauga weiterhin hauptsächlich in Wildeshausen anzutreffen ist.

Die „Domschänke“ wird nun nach Wildeshauser Vorbild aufgezogen. In der Wittekindstadt setzte Stauga bereits unzählige Ideen um: Von der Gründung einer Wirtegemeinschaft über die Organisation des mittelalterlichen Weihnachtsmarktes bis zur Initiation des „Wellness – Gesundheit – Spargel“-Tages. Stauga engagiert sich aktiv für das Image der Wittekindstadt: „Mit dem urigen und heimeligen Flair auf unserem Weihnachtsmarkt haben wir ein Alleinstellungsmerkmal geschaffen.“

Große Detailliebe bei der Umgestaltung

In Kürze steht mit dem Veranstaltungswochenende „Genuss am Fluss“ ein weiteres Jahreshighlight für das „Alte Amtshaus“ an. Auch die Jazz-Frühschoppen in Kooperation mit den Wildeshauser Jazzfreunden gehören zu den Besonderheiten, die Stauga seinen Gästen immer wieder bietet. „Zuviel machen geht nicht: Ich brenne dafür, immer wieder neue Ideen umzusetzen“, so der Gastronom. Dabei legt er nicht nur viel Wert auf gute Kooperationen, sondern auch auf jedes Detail – sei es beim Bau der Weihnachtsmarkt-Holzhütten oder in der Küche, wo regionale und saisonale Spezialitäten auf mediterranen Einfluss stoßen.

Ein Beispiel für die Detailliebe ist auch die Umgestaltung eines Teils der früheren Rasenfläche im Amtshaus-Garten. Dort bietet eine Multifunktionsfläche mit festem Untergrund und Zelt Schutz für Konzerte und Gesellschaften. „Die kleine Mauer, mit der dieser Teil eingefasst wurde, sieht aus, als wäre sie schon immer da gewesen. Ganz bewusst haben wir das Material dem Erscheinungsbild der Alexanderkirche angepasst“, so Stauga.

Eines ist dem Wahl-Wildeshauser sonnenklar: Die Verwirklichung seiner Ziele hätte nicht ohne seine Frau Nicolle funktioniert. „Sie ist unser Zugpferd im Service.“

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