Alfred Panschar bringt Kalender mit Luftaufnahmen auf den Markt

Alt-Wildeshausen aus der Vogelperspektive betrachten

Alfred Panschar mit seinem neuen Kalender. Er zeigt 60 Jahre alte Luftaufnahmen von der Wittekindstadt. - Foto: Rohdenburg

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Das Fotografieren und Fotos im Allgemeinen sind schon seit Jahrzehnten die große Leidenschaft des Wildeshausers Alfred Panschar (80) vom Bürger- und Geschichtsverein. Aus diesem Grund bietet er schon seit langer Zeit immer wieder Kalender oder Bücher über die alte Wittekindstadt an. Sein neuestes Werk ist der Kalender für 2018, der den Titel „Historische Luftaufnahmen von Wildeshausen“ trägt. Diese Bilder stammen allerdings nicht von dem Wildeshauser.

Zu haben ist der Kalender ab sofort für 19,80 Euro in der Gilde-Buchhandlung, bei „bökers am Markt“ sowie im Verkehrsbüro im historischen Rathaus. „Die Kalender-Manufaktur im Haus der Werbung in Verden, mit dem ich schon seit vielen Jahren zusammenarbeite, hat zunächst 50 Exemplare gedruckt“, erzählt Panschar. Sie seien aber kurzfristig nachbestellbar: „Vom Kalender für dieses Jahr, der Bilder vom Pestruper Gräberfeld zeigt, haben wir rund 150 Stück verkauft.“

Entstanden sind die Luftaufnahmen, die allesamt markante Gebäude in der Kreisstadt zeigen, die heute zum Teil nicht mehr stehen, in den Jahren 1956/57. „Ich habe die Aufnahmen Anfang der 1990er-Jahre von der Deutschen Luftbild in Hamburg mithilfe eines Sponsors erworben“, erzählt Panschar. Es seien Groß-Negative von zwölf mal zehn Zentimetern: „Die Qualität und Schärfe sind einfach enorm.“

Das Unternehmen hatte sich seinerzeit an ihn gewendet und die Bilder angeboten: „Zunächst hatten sie bei der Stadt nachgefragt, aber dort bestand damals kein Interesse, sie zu erwerben. Ich war froh, einen Sponsor gefunden zu haben, um die insgesamt 30 Luftaufnahmen kaufen zu können.“

Insgesamt 13 davon hat er jetzt für den Kalender ausgewählt. Jedes Kalenderblatt wurde dabei mit einer kurzen Erläuterung des Gezeigten versehen. „Ältere Wildeshauser werden sich sicherlich noch sehr gut daran erinnern, dass es seinerzeit so in der Stadt ausgesehen hat. Vieles gab es noch nicht oder war wesentlich kleiner als heute“, so der 80-Jährige. Damit spricht er unter anderem das Krankenhaus Johanneum an. Dazu steht geschrieben: „Das erste Gebäude für die damalige Krankenverpflegungsanstalt wurde im Jahr 1875 erstellt. Der erste Bau ähnelte mehr einem gut bürgerlichen Wohnhaus als einem Hospital, wie wir es uns heute vorstellen. Bereits 1897 kam es zu einer Erweiterung der Räumlichkeiten, indem das Dachgeschoss ausgebaut wurde. Dann folgten im Laufe der Jahre mehrere Nebengebäude. So zum Beispiel das alte Ökonomie-Gebäude, das später zu einem Waschhaus mit Wohnräumen fürs Personal umgebaut wurde. In den Jahren 1908/09 kam der inzwischen abgerissene Bettenhausflügel hinzu. Zwanzig Jahre später wurden Operationstrakt und eine Kapelle angebaut. Nach Ende des Zweiten Weltkrieges wurde von der Verwaltung zeitweise die benachbarte Villa der Familie Leffers angemietet. 1954/55 erfuhr das Hauptgebäude durch den westlichen Anbau eine wesentliche räumliche Erweiterung.

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