Landkreis Oldenburg: Schülerbeförderung mit 130 Fahrzeugen

Alle verfügbaren Busse im Einsatz

Schulbusverkehr ab dem Wildeshauser Gymnasium: Der Landkreis setzt nach eigenen Angaben alle verfügbaren Fahrzeuge ein.
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Schulbusverkehr ab dem Wildeshauser Gymnasium: Der Landkreis setzt nach eigenen Angaben alle verfügbaren Fahrzeuge ein.

Wildeshausen – Die Schüler des Landkreises Oldenburg sind nach den Herbstferien in die Schulen zurückgekehrt. „Ziel ist weiterhin der Prä-senzunterricht“, verdeutlichte Landrat Carsten Harings am Montag im Rahmen eines Pressegespräches. Nach Angaben von Leonhard Hamschmidt, Leiter des Gesundheitsamtes, gibt es aus den Schulen des Landkreises und aus dem Schulbusverkehr bislang keine Beweise, dass von dort das Coronavirus übertragen wurde.

„Das ist ein Erfolg der strikten Mund-Nasen-Schutz-Pflicht“, so Hamschmidt. Allerdings müsse man damit rechnen, dass es irgendwann zu Infektionen in die Schulen komme. Für diesen Fall sei es sinnvoll, dass die Schüler in Kohorten eingeteilt würden, um nicht ganze Jahrgänge in Quarantäne schicken zu müssen.

In der Kritik bei vielen Eltern steht der Schulbusverkehr, weil die Mädchen und Jungen dort sehr eng sitzen. „Da können die Mindestabstände nicht wie an den Schulen eingehalten werden“, gab Harings zu. „Aber wir können das auch nicht ändern und legen deshalb Wert auf die Maskenpflicht.“

Harings Angaben zufolge sind alle Busse im Einsatz, die zur Verfügung gestellt werden können. Bis vor den Herbstferien waren das knapp 120 Fahrzeuge. Nun, so Schulamtsleiter Maik Ehlers, wolle man die letzte Reserve der Busunternehmen in Anspruch nehmen. Dabei handele es sich um bis zu zehn Reisebusse, die eigentlich als Luxusliner unterwegs seien.

Doch auch dann, wenn alle verfügbaren Fahrzeuge im Einsatz seien, so Ehlers, habe man weitere Probleme zu bewältigen. Baustellen, die Umleitungen erfordern oder erkranktes Personal sorgten dafür, dass jeden Tag ein reibungsloser Ablauf neu organisiert werden müsste.

„Wir sind mitten in der zweiten Welle“, machte Harings deutlich. „Aber das Virus fliegt uns nicht an. Wir tragen es durch unser Verhalten weiter.“ Jeder müsse begreifen, wie ernst die Lage sei. „Sonst setzt sich die Negativentwicklung fort“, so Harings. „Die meisten Menschen, die noch nicht begriffen haben, haben Eltern oder Großeltern“, ergänzte der Landrat. „Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wir diese infizieren und weitere Tote beklagen müssen.“

Der Leiter des Wildeshauser Gymnasiums, Andreas Langen, konnte davon berichten, dass sich seine Kollegen und die Schüler vorbildlich verhalten. Er würde sich wünschen, dass eine Maskenpflicht im Unterricht bestünde. Doch die Beteiligten hielten sich auch gut an die Regelung, wenn sie nur eine Empfehlung sei. „Wir wollen offenbleiben“, so Langen zur Begründung.

Im Rahmen einer Überprüfung der Homeschoolingphase am Gymnasium habe man feststellen müssen, dass rund 20 Schüler nicht wie gewünscht erreicht worden seien. „Die brauchen die tägliche Bindung zur Lehrkraft“, erklärte Langen. „Wir tragen hier lieber alle Masken, als dass wir einen umschichtigen Unterricht anbieten müssen.“

Dem stimmte Harings uneingeschränkt zu. „Wenn die Empfehlung, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen, nicht funktioniert, dann werden wir das in bestimmten Kommunen auch anordnen“, kündigte er an. Entscheidend sei es, eine niedrige Infektionsrate zu bekommen.  dr

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