Besitzer können sich melden

Gasthaus Peter Sander: Alle Pokale sollen raus

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Die Vitrinen sollen geräumt werden: Silvia Jeschke möchte den Flur des Gasthauses neu streichen.

Seit dem Tod von Peter Sander vor drei Jahren wird das Gasthaus gleichen Namens in Kleinenkneten auf Vordermann gebracht. In den vergangenen Jahrzehnten haben sich in Vitrinen zahlreiche Pokale gesammelt, die nun entfernt werden sollen. Etwaige Besitzer können sich melden.

Kleinenkneten – Das Gasthaus Peter Sander in Kleinenkneten hat eine lange Geschichte. 1932 erwarb Franz Aloysus (genannt: Ignatz) Sander den damaligen „Schützenhof“ für 20 000 Goldmark. Viele Jahrzehnte lang war das Anwesen eine Station zur Erhebung des Wegezolls und eine öffentliche Fernsprechzelle sowie bis 1957 eine Poststelle. Selbstverständlich war der Betrieb auch ein beliebter Anlaufpunkt für Vereine.

1972 übernahm Sohn Peter Sander das Lokal, 2001 heiratete er Maria, die drei Kinder mit in die Ehe brachte. Seit dem Tod von Peter Sander vor drei Jahren betreiben Maria, die Töchter Silvia Jeschke und Claudia Pasker sowie Sohn Daniel mit Frau Mareike Pasker zusammen das Gasthaus und versuchen, neue Besuchergruppen anzulocken. Das geschieht auch dadurch, dass die Räume Stück für Stück modernisiert werden. In diesem Rahmen fielen Jeschke auch die Vitrinen im Durchgang zum Sommergarten auf. „Die sind wirklich im Weg“, so ihre Feststellung. „Wenn die Leute hier durchgehen, kann es passieren, dass sie sich den Kopf stoßen.“ Damit soll nun aber Schluss sein. „Ich möchte die Vitrinen und den Schrank entfernen und den Flur schöner gestalten“, so Jeschke.

Allerdings befinden sich hinter den Glasscheiben derzeit rund 50 Pokale verschiedener Größe. Die ältesten Exemplare stammen aus dem Jahr 1967 und stammen von den Kyffhäusern aus Kleinenkneten. Andere stammen aus den 70er-Jahren und wurden an verschiedene Schützen oder Vereine ausgegeben. In einem Schrank befinden sich zudem zahlreiche Plaketten unter dem Titel „Unsere Könige“ von 1974 bis 1997.

„Keine Ahnung, wem diese Stücke gehören“, sagt Jeschke. „Wir wollen zwar die Vitrinen entfernen, aber die Pokale sind eigentlich viel zu schade, um sie wegzuwerfen. Vielleicht gibt es ja noch Menschen, die sich daran erinnern, dass hier Auszeichnungen stehen. Die können gerne herkommen und sich bedienen.“

Voraussichtlich in der Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr möchte Jeschke die Vitrinen entfernen und die Wände streichen. Die Pokale werden zur Seite gestellt, falls jemand Interesse hat. Der Weg zum Sommergarten soll ab dem Frühjahr dann ungehindert möglich sein.

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