Landkreis räumt letzte Notunterkunft in Hude

Geflüchtete wohnen bald dezentral

Die Zeit der Notunterkünfte im Landkreis ist bald vorbei. - Foto: dpa

Wildeshausen - Die bislang letzten in Notunterkünften lebenden Geflüchteten im Landkreis Oldenburg werden zum 1. September in dezentralen Wohnungen unterkommen. Das teilte die Kreisverwaltung nun mit.

Es handelt sich um 20 Personen, die die vom Landkreis angemietete ehemalige Zählerwerkstatt des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes in Hude bewohnt hatten. Die Betreuung wird bis zum Ende des Aufenthalts vom Deutschen Roten Kreuz gewährleistet. Der Betrieb soll dann vorerst ruhen. Die erfreuliche Entwicklung steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Zahlen weiter moderat bleiben. Sollten sie wieder steigen, könnten in der Notunterkunft mit einer nur geringen Vorlaufzeit wieder Flüchtlinge aufgenommen werden.

Aufgrund der seit einiger Zeit deutlich zurückgegangenen Flüchtlingszahlen und einer auch weiter erfolgreichen Anmietung von dezentralen Unterbringungsmöglichkeiten ist die Kreisverwaltung mit ihren Kommunen aktuell in der Lage, die Flüchtlinge bis auf Weiteres ausschließlich dezentral unterbringen zu können. „Dies ist vor allem auch unter dem Gesichtspunkt der notwendigen Integration sehr zu begrüßen“, heißt es in der Mitteilung.

Auch in Zukunft ist die Unterbringung von Geflüchteten eine vordringliche Aufgabe des Landkreises und seiner Kommunen. Gemeinsames Ziel ist es dabei, möglichst viele Menschen dezentral unterzubringen. Aufgrund der starken Zuströme seit dem Herbst des vergangenen Jahres hatten der Landkreis und die Gemeinden allerdings neben den kleineren dezentralen Unterbringungsmöglichkeiten auch auf Gemeinschaftsunterkünfte wie etwa Turnhallen zurückgreifen müssen. Gleichzeitig wurde die ehemalige Zählerwerkstatt angemietet und als Notunterkunft hergerichtet mit dem Ziel, dort bis zu 200 Flüchtlinge unterbringen zu können. Nachdem die Notunterkunft im Mai bezogen wurde, war es möglich, die beiden Sporthallen in Wildeshausen zu räumen, die aufgrund der Amtshilfe für das Land Niedersachsen zur Unterbringung von Flüchtlingen in Benutzung genommen wurde. 

dr

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