Alfred Panschar erzählt vom Gebäude an der Sägekuhle 2 in Wildeshausen

Ins Ackerbürgerhaus gehörten auch Alkoven

Das Ackerbürgerhaus ist ein Teil der Wittekindstadt. Jetzt sollen bald die Sanierungsarbeiten beginnen.
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Das Ackerbürgerhaus ist ein Teil der Wittekindstadt. Jetzt sollen bald die Sanierungsarbeiten beginnen.

Wildeshausen - Von Joachim Decker. Noch in diesem Jahr soll das Ackerbürgerhaus an der Sägekuhle 2 in Wildeshausen ein neues Dach bekommen. Alfred Panschar, stets interessiert an der Geschichte der Wittekindstadt, kennt das Haus aber auch noch aus besseren Zeiten, als es in Schuss war.

„Es ist schon schade, dass dieses Gebäude so zerfallen ist. Daher bin ich froh, dass sich ein Käufer gefunden hat, der das Haus sanieren und erhalten will“, sagt Panschar. Bis vor fünf Jahren sei es bekanntlich noch im Besitz der Familie Schulte gewesen.

„Der Zahnarzt Dr. Heinz Schulte hat sehr an dem Haus gehangen und viel Arbeit zur Erhaltung reingesteckt. Ich habe ihn vor über 30 Jahren mehrmals besucht, um mir das Haus von innen genau anzusehen und einige Fotos zu machen“, erzählt Panschar. Es habe teilweise wie in einem kleinen Museum ausgesehen, mit verschiedenen landwirtschaftlichen Kleingeräten an den Wänden: „Außerdem war alls erhalten, die massive Treppe sowie das Fachwerk.“ Beeindruckend sei gewesen, einen Alkoven zu sehen: „Das sind bekanntlich im Plattdeutschen Butzen (Bettnischen) gewesen, in denen die Menschen früher geschlafen haben. Jungen Leuten sind diese höchsten noch aus dem Museum bekannt.“ Alles sei gut erhalten gewesen: „Die Familie hatte alles wieder hergestellt, sie hat viel Liebe zur Bausubstanz bewiesen. Gewohnt haben Schultes ja ein Haus davor.“

Sogar eine rustikale Bar hatte Schulte eingerichtet, um darin feiern zu können. „In diesem Raum haben sich seinerzeit regelmäßig auch die Pumpengemeinschaft ,Alexanderpumpe‘ sowie der Brummkreiselverein zu Feiern und Versammlungen getroffen. Viele Wileshauser werden sich sicherlich noch sehr gut daran erinnern“, sagt Panschar. Beiden Vereinen habe auch Schulte angehört.

Im Jahr 1984 ist Schulte verstorben, die Arbeit mit dem Haus hatte fortan seine Ehefrau, die vor fünf Jahren verstorben ist. „Die Sachen aus dem Gebäude wurden von den Erben übernommen. Aber mit dem Tod von Frau Schulte begann leider auch der Zerfall des Hauses“, betont Panschar. Innerhalb der Familie habe es um dieses Erbe einige Diskussionen gegeben, so dass die Entscheidung für den Verkauf gefallen sei.

„In dieser ganzen Zeit wude nichts mehr an dem alten Haus gemacht. Das Ergebnis ist heute nur zu gut zu sehen“, erzählt Panschar. Daher sei es gut, dass sich jetzt ein engagierter Käufer gefunden habe: „Das Haus muss unbedingt erhalten werden. Dieser Bereich zählt für mich neben der Burgwiese zweifelsohne zu den schönsten Ecken unserer Wittekindstadt.“

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