Heimatforscher setzt sich immer wieder für die Finanzierung des Instrumentes ein

Alfred Panschar als Orgelpate geehrt

Bei der Ehrung: Frank Stöver, Franz Duin, Wiltrud Stanszus, Alfred Panschar, Jens Kuraschinski und Dietbert Strahlmann (v.l.).
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Bei der Ehrung: Frank Stöver, Franz Duin, Wiltrud Stanszus, Alfred Panschar, Jens Kuraschinski und Dietbert Strahlmann (v.l.).

Wildeshausen – Eine besondere Ehre wurde am Samstagvormittag Alfred Panschar zuteil. Der Heimatforscher wurde vom Orgelförderverein der Wildeshauser Alexanderkirche per Urkunde zum Orgelpaten ernannt. Die Ehrung nahm Bürgermeister und Orgelfördervereinsvorsitzender Jens Kuraschinski in der Innenstadt am Hertford-Brunnen vor.

Mit von der Partie waren Wiltrud Stanszus und Franz Duin vom Orgelförderverein, Frank Stöver, der ein besonderes Accessoire zur samstäglichen Aktion beisteuerte sowie Dietbert Strahlmann, Enkel des Wildeshauser Philosophen, Philologen, Schriftstellers und Verlegers Fritz Strahlmann.

Mit dem Enkel begann das Projekt, das dem Orgelförderverein schließlich 600 Euro einbringen sollte. Dietbert Strahlmann fand in einem Nachlass aus seinem Familienkreis mehrere Exemplare von „Wittekinds Heimat“ und „Verfemte Heimat“, teilweise noch original verpackt, wie Kuraschinski in seiner kurzen Laudatio berichtete. Autor der Werke war sein Großvater. Doch wohin mit den Büchern? „Da kam mir Alfred Panschar in den Sinn“, so Strahlmann. Panschar hatte vor einigen Jahren ein Buch über das Leben Fritz Strahlmanns veröffentlicht.

„Noch während Dietbert Strahlmann auf dem Weg zu mir war, machte ich mir Gedanken, was ich mit der Schenkung anfangen sollte“, berichtete Panschar. Schließlich fragte er Duin, ob der Orgelförderverein damit etwas anfangen könne. Dieser kam auf die Idee, die Werke gegen eine Spende am Bücherstand vor dem Hertfordbrunnen abzugeben.

Stöver steuerte leihweise seinen dreirädrigen knallroten E-Transporter der Marke „Volta“ bei, dessen Ladefläche als Präsentationstresen diente.

Strahlmann-Haus muss saniert werden

Neben den Druckwerken war der Stammbaum der Strahlmanns ausgestellt, sowie ein Aquarell vom „Strahlmann-Haus“ an der Westerstraße, ein dreifach auskragendes Fachwerkhaus, dessen historische Fassade ehemals mit einer dicken Putzschicht verdeckt wurde. Das Haus steht noch und beherbergte vor einigen Jahren eine „Ihr Platz“-Filiale. Womöglich könnte die Präsentation des Gemäldes die Restaurierung des Gebäudes anstoßen.

„Das Fachwerk ist absolut intakt“, so Strahlmann. „Es ist eins der wenigen erhaltenen Fachwerkhäuser in Wildeshausen. Das muss restauriert werden“, sagte Alt-Bürgermeister Franz Duin.

Bis 11.30 Uhr waren schließlich fast alle Exemplare der Bücher vergriffen oder telefonisch reserviert. Lediglich ein paar Exemplare der Schrift „Stoppelmarkt“ blieben liegen.

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