Politiker in der Stadt weiter uneinig über Neubau oder Sanierung des Kurbades / Bürgerbeteiligung ?

Alexanderbad ein „Luftschloss“ ?

Ein Blick per Computersimulation in das Innere des Hallenbades.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · „Es muss bei einem Schwimmbad-Neubau bleiben. Auch, wenn nicht alle Träume erfüllbar sind“, sagt CDU-Fraktionsvorsitzender Volker Pickart. UWG-Ratsherr Rainer Kolloge hält solche Aussagen hingegen für „unverantwortlich“. Die CDU sei schuld daran, wenn es in Wildeshausen bald gar kein Schwimmbad mehr gebe.

Vor wenigen Wochen wurden die Pläne für ein neues „Alexanderbad“ vorgestellt, die beim Architektenwettbewerb siegreich waren. Inklusive Baunebenkosten, aber ohne Mehrwertsteuer (muss nicht entrichtet werden), würde das Bad 13 Millionen Euro kosten. „Das ist zu teuer“, sagt Volker Pickart, glaubt aber: „Wir können das hinbekommen.“ Vielleicht müsse man Kosten splitten oder abspecken. „Aber es wird ein neues Schwimmbad geben.“

„Die CDU macht sich mit solchen Aussagen unglaubwürdig“, sagt Rainer Kolloge. Es sei abzusehen, dass der Haushalt für 2010, in dem sechs Millionen Euro für das Schwimmbad veranschlagt seien, nicht genehmigt würde. „Wir werden weder dafür noch für die St.-Peter-Turnhalle Geld haben“, erklärt er angesichts der Steuerschätzung. Aus diesem Grund müsse sofort mit der Sanierung begonnen werden, um wenigstens das wenige Geld, das noch zur Verfügung stehe, nutzen zu können. Und: „Der Betonmantel des Schwimmerbeckens im Hallenbad ist nur noch kurze Zeit sanierungsfähig.“

„Es ist kein Neubau möglich“, sagt auch SPD-Fraktionsvorsitzende Evelyn Goosmann. „Das weiß jeder vernünftige Mensch.“ Das Bad müsse vernünftig saniert werden, dann seien auch alle zufrieden. Zudem gebe es viele weitere wichtige Aufgaben wie zum Beispiel die Sanierung der Schulen und den Ausbau der Kinderbetreuung. Traute Sandkuhl (Grüne) bezeichnet die Neubau-Pläne als „Luftschloss“. „Ich sehe nicht, dass das gebaut werden kann.“ Sie habe sogar die Befürchtung, dass es in Wildeshausen bald gar kein Bad mehr gebe. „Vielleicht gelingt es uns, die Bürger zu beteiligen“, überlegt sie. Wenn alle an einem Strang zögen und Geld geben würden, sei ein Bad vielleicht finanzierbar. Ein Alexanderbad, wie es jetzt vorgestellt wurde, sei in jedem Fall ein Alleinstellungsmerkmal. „Das zieht Besucher an.“ Und das sei wichtig für einen Luftkurort wie Wildeshausen.

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