Preisgericht entscheidet sich für Vorschlag aus Bad Zwischenahn / Komplettbau kostet 13 Mio. Euro

„Alexanderbad“ ist Favorit

Monika Möhlenbrock, Jens Kuraschinski, Ulrich Fortmann und Kian Shahidi (v.l.) mit dem Entwurf eines „Alexanderbades“.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Das Preisgericht hat sich im Rahmen des Wettbewerbs „Neubau Hallenbad und Generalsanierung oder Neubau Freibad in Wildeshausen“ für die Pläne eines „Alexanderbades“, vorgestellt vom Architekturbüro „De Witt, Janssen, Partner“, entschieden. Gestern präsentierte die Verwaltung den Plan.

Bürgermeister Kian Shahidi betonte, dass es sich um eine einstimmige Entscheidung gehandelt habe, die nach umfangreichen Vorarbeiten der Verwaltung möglich gewesen sei. „Das Verfahren ist sehr aufwändig gewesen. Unsere Ingenieurin Martina Möhlenbrock hat eine fabelhafte Leistung abgeliefert“, lobte er die Abteilung Hochbau. Die Entscheidung fiel im Rahmen einer achtstündigen Sitzung am Mittwoch, an der fünf Fachpreisrichter und vier Sachpreisrichter aus der Politik teilnahmen. Zur Auswahl lagen elf Entwürfe vor.

Zum Wettbewerb war eine Badplanung für 9,1 Millionen Euro ausgeschrieben. Das sind etwa drei Millionen Euro mehr als im Haushalt für den Badneubau eingestellt sind – sollte dieser Haushalt von der Kommunalaufsicht genehmigt werden. Die Kosten waren jedoch nicht Thema bei der Preisfindung. Nach Schätzungen der Verwaltung dürfte der prämierte Neubau nämlich inklusive der Nebenkosten etwa 13 Millionen Euro kosten. Für die Durchführung des Wettbewerbs und die Preisgelder wurden jetzt 100 000 Euro ausgegeben.

Der Vorschlag des Büros aus Bad Zwischenahn überzeugte alle Preisrichter. Das Hallenbad soll in einer Ellipsenform gebaut werden – als Bezug zur Megalithkultur in der Region um Wildeshausen. Das Thema findet sich auch im Eingangsbereich, denn dieser soll eine Art Heidelandschaft bekommen, im Bad selbst wird Naturstein verbaut.

Im Hallenbad könnte es fünf Bahnen mit einer Länge von je 25 Metern geben. Die Wasserfläche wird nicht reduziert. Geplant ist auch ein Außenschwimmbereich. Die Wasserfläche im Freibad soll um die Hälfte verkleinert werden. Hier ist ein Kombibecken für Nichtschwimmer und Schwimmer vorgesehen, das durch zwei 50-Meter-Bahnen verbunden wird.

„Das Schwimmbad würde für Wildeshausen ein Alleinstellungsmerkmal bedeuten“, zeigte sich Shahidi überzeugt. „Damit könnten wir uns hier gut positionieren.“ Der Entwurf verbinde Moderne und Tradition und hebe sich deutlich von anderen Bädern ab. „Wir müssen keine Konkurrenz fürchten.“

Vorgesehen ist, das alte Kurbad während der Bauzeit stehen zu lassen und weitgehend zu nutzen. Sollten die politischen Entschlüsse zur Realisierung des Bades schnell fallen, könnte im kommenden Jahr mit dem Bau begonnen werden. Eine Fertigstellung ist nicht vor 2013 zu erwarten.

Alle vier Preisträger (siehe Kasten) sind im weiteren Verfahren weiter im Rennen. Sie können nun eine Kostenkalkulation vorlegen. Die Politik ist in ihrer Entscheidungsfindung frei. „Aber es wäre schon sehr seltsam, wenn das Votum des Fachgerichts nicht akzeptiert wird“, so Shahidi. „Dann hätten wir uns den Wettbewerb sparen können.“ Er würde sich auf jeden Fall freuen, wenn „wir das realisieren können“. Dafür müsse man zur Not auf andere Projekte verzichten. „Die Kreisstadt braucht ein Schwimmbad.“

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