Ausstellung zu Wildeshauser Geschichte am 17. und 18. Juli

Alexander-Reliquie im Rathaus

Birte Hogeback, Klaus Schultze, Karl-August Kolhoff, Eva-Maria Ameskamp, Bernd Oeljeschläger, Peter Heinken (v.l.).
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Birte Hogeback, Klaus Schultze, Karl-August Kolhoff, Eva-Maria Ameskamp, Bernd Oeljeschläger und Peter Heinken (v.l.) werben für die Ausstellung.

Wildeshausen – Der Heilige Alexander kehrt nach Wildeshausen zurück – zumindest ein Teil seiner Elle, die in einer von zwei Armreliquiaren eingearbeitet ist.

Die Reliquie wird gewöhnlich in der Propsteikirche in Vechta aufbewahrt und selten der Öffentlichkeit präsentiert. Am Wochenende, 17. und 18. Juli, ist sie jedoch jeweils von 10 bis 16 Uhr im Trauzimmer des historischen Rathauses zu sehen.

Der Bürger- und Geschichtsverein Wildeshausen und das Stadtmarketing präsentieren die Reliquie sowie eine nachgewebte Replik des Stoffes, der um die Reliquie im linken Arm gehüllt ist. Die Bedeutung des Heiligen Alexander für Wildeshausen wird in der Ausstellung auch anhand von Büchern, Schriften und der Verwendung seines Kopfes im Stadtsiegel aufgezeigt.

Alexander spielt in der Geschichte der Stadt eine große Rolle. Der Bericht der Übertragung der Ganzkörperreliquie von Rom nach Wildeshausen im Jahr 851, die „Translatio sancti Alexandri“ stellt die erste schriftliche Erwähnung Wildeshausens dar.

„Wir freuen uns sehr, dass wir die Reliquie leihweise bekommen“, erklärte der Vorsitzende des Bürger- und Geschichtsvereins, Bernd Oeljeschläger, am Freitag. Ursprünglich sei die Ausstellung bereits für das Jubiläumsjahr 2020 geplant gewesen. Diese sei aber der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen.

Die Armreliquiare des Heiligen Alexander.

Die wertvolle Reliquie wird durchgehend bewacht und kann nur hinter einer Scheibe begutachtet werden. Sie war das letzte Mal im Jahr 2001 in Wildeshausen. Díe Armreliquiare wurden um 1220 wohl in einer Osnabrücker Werkstatt hergestellt und befanden sich bis Ende des 17. Jahrhunderts in der Alexanderkirche.

Zur Ausstellungseröffnung am 17. Juli um 10 Uhr wird Axel Fahl-Dreger einen Einführungsvortrag mit dem Titel „Von Sachsen und Slawen – wie der Alexanderkult an den kaiserlichen Hof der Ottonen kam“ halten. Fahl-Dreger ist Experte für die Geschichte der Verehrung der Alexanderreliquien und pensionierter Direktor des Museums Vechta.

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