Bebauungsplan lässt Projekt derzeit nicht zu

Aldi setzt voll auf einen eigenen Markt am Westring

So stellt sich die Aldi-Immobilienverwaltung den neuen Markt am Westring vor. - Foto: Aldi

Wildeshausen - Von Dierk Rohdenburg. Wie geht es weiter am Westring? Der Verwaltungsausschuss von Wildeshausen hat sich grundsätzlich für eine Verlagerung oder Übertragung der Einzelhandelsflächen von der Dr.-Dürr-Straße (Aldi, Deichmann und Zimmermann) an den Westring (E-Center) ausgesprochen. Doch insbesondere die Aldi-Immobilienverwaltung hofft, dass nicht einfach nur Flächen umgeplant werden, sondern auch Nutzungen. Ziel ist es, einen modernen Aldi-Markt auf dem Gelände von „Hamann und Partner“ zu errichten. Dafür gibt es bereits Verträge.

„Wir haben große Hoffnung, dass das in Wildeshausen möglich ist“, sagt Longinus Flenker, Leiter Immobilien und Expansion bei Aldi. Er plädiert dafür, „dass Baurechte in Wildeshausen nicht ein Handelsgut werden“, mit dem Investoren nach ihren Vorstellungen agieren und Geld machen können. Aldi plant eine neue Gebäudearchitektur mit bodentiefen Fenstern, kundenfreundlicher Atmosphäre, verbesserten Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter, einem nachhaltigem Energiemanagement (Photovoltaik- und Wärmeverbundanlage) sowie breiten Fahrgassen. Das, so der Handelsriese, gehe nur auf einem eigenen Grundstück.

Wie die weitere Entwicklung läuft, bleibt abzuwarten. Bereits im März hatte Aldi im Gespräch mit der Stadt darauf hingewiesen, dass man das Flurstück von Hamann am Westring mit einer Fläche von 6 000 Quadratmetern erworben habe und der jetzige Standort des Discounters an der Dr.-Dürr-Straße nach Auslaufen des Mietvertrages Mitte 2017 aufgegeben werden soll. Aldi bezieht sich in seiner Argumentation ausdrücklich auf Aussagen im Einzelhandelsentwicklungskonzept der Stadt, wonach der Markt an der Dr.-Dürr-Straße „deutliche Schwächen“ aufweist und für den Markt eine „maßvolle Erweiterung gen Kernbereich des Westringes auszuloten“ ist.

Sicher ist aber derzeit, dass das Einzelhandelsgutachten keine zusätzlichen Lebensmittelmärkte mehr zulässt und bei der Aufgabe des bisherigen Aldi-Standortes weiterhin eine Nachnutzung als Lebensmittelmarkt an der betreffenden Stelle möglich ist. Dieses Recht könnte nur im Wege eines Bebauungsplanänderungsverfahrens ausgeschlossen werden.

Aus Sicht von Aldi sollte der heutige Standort auf jeden Fall nach Auslaufen des Mietvertrages mangels Zukunftsfähigkeit aufgegeben werden. Nachdem in den vergangenen zehn Jahren sechs alternative Standorte keine Chance zur Verwirklichung hatten, setzt Aldi nun endgültig auf die Hamann-Immobilie.

Die Verwaltung wurde von der Politik beauftragt, mit den Grundstückseigentümern an der Dr.-Dürr-Straße und dem Westring Verhandlungen zu führen und die erforderlichen städtebaulichen Verträge auszuarbeiten. Ferner sind die notwendigen Gutachten und die Fortschreibung des Einzelhandelsentwicklungskonzeptes zu beauftragen, um die Innenstadtverträglichkeit dieser Vorhaben im Vorfeld zu prüfen. An der Dr.-Dürr-Straße soll nach Möglichkeit langfristig eine Wohnnutzung als Ersatz zur Einzelhandelsnutzung entstehen.

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